RATTEN

WAS VERRÄT UNS DIE KÖRPERSPRACHE DER RATTE?
Jede Ratte ist ein Individuum. Da Ratten nicht sprechen können, verständigen sie sich u.A. über die Körpersprache. Die kann je nach Situation ganz anders gedeutet werden. Ist die Ratte beim Spielen? Wird sie neu in ein bereits vorhandenes Rudel integriert? Wird eine neue Ratte in ihr eigenes Rudel integriert? Hat sie Streit mit einer anderen Ratte? Ist sie vielleicht krank? Will sie jemanden begrüßen oder unterwerfen? Was bedeutet die Fellpflege? Uvm. Hier folgen nun ein paar Beispiele:

Kleiner Tipp: Im Rattennest hat sich Kerstin viel Mühe gemacht und ihre Ratten mit der Webcam aufgenommen. Dort erlebt ihr die Fellnasen in voller Aktion!

Vielen Dank, liebe Franziska, dass du so eine tolle Filmemacherin bist und ich deine Filme hier verlinken darf! Ich sehe sie mir immer wieder gerne an und bekomme jedes Mal Lachkrämpfe!! Einfach zuuu niedlich deine Videos! Es wird Zeit, dass du dich mal wieder hinter die Kamera stellst :) Alle unten verlinkten Videos wurden von Franziska gefilmt, auf ihrer Seite gibt es noch viel mehr Filmchen zu sehen! ;-) Noch mehr Videosequenzen gibt es bei: klick

Füße trampeln: Ein Zeichen von Aggression. Hab ich bis jetzt nur bei Fipsy erlebt, während der Integration von Face und Snow. Aber auch bei Kaba und Pebbles bei der Intergration von Maja und Kleo. Sieht ein wenig wie Stepptanz aus :-)

Herrchen lecken: Oft werden die Hände oder das Gesicht vom Herrchen abgeschleckt. Entweder, weil die Haut so schön salzig schmeckt, oder weil die Ratte dem Herrchen zeigen will: ich hab dich lieb, du gehörst du meinem Rudel. So wie z.B. die süße Maus von Franziska : KLICK Oder noch besser: Frauchen hat was Leckeres in der Hand bzw. auf dem Finger. Und das niedlichste Video ist ja wohl dieses hier: Franziskas (Rattenliebe) Finger werden geputzt .

Kopfwackeln: Ratten, die unter einer Sehschwäche leiden (davon sind z.B. diverse (Qual)zuchten betroffen) wackeln mit dem Kopf hin und her um besser sehen zu können. Es sieht so aus, als würden sie ihre Umwelt "scannen". Dies tun vor allem rotäugige Ratten, wie z.B. mein Bino und meine Bloody. Es ist recht schwierig, das Pendeln genau zu beschreiben, also klickt doch einfach mal bei Franziskas Rattenliebe rein, die hat das nämlich genialerweise gefilmt ;-)


Leseratte Luna - MyVideo

Schwanzzittern, -peitschen: Anspannung, Stress, Angst, meistens bei Intergrationen zu beobachten. Alina hat das Schwanzzittern gefilmt. Auf dem Video scheint die Ratte aber nicht sonderlich gestresst zu wirken, vielleicht ist das Schwanzzucken in diesem Fall auch ein Ausdruck von Aufregung und Freude.

Schnaufen: Heftiges Schnaufen oder Schnüffeln ist ein Zeichen von Aggression. Zu beobachten z.B. bei der Integration neuer Tiere.

Niesen: Wenn Ratten aufgeregt sind, niesen sie oft. Es kann sich aber auch um eine Atemwegserkrankung handeln, eine Allergie oder Schnupfen. Aber Ratten niesen allgemein ziemlich viel.

Am Hinterteil riechen:
Dies tun Ratten ständig. Durch das Riechen am Hinterteil, erschnüffeln Ratten, mit wem sie es gerade zu tun haben. Sie erschnüffeln das Geschlecht, das Alter und sogar die Krankheiten des Artgenossen.

Nase in die Luft halten und Männchen machen:
Rattis riechen sehr gut, daher werden Duftinformationen auch aus der Luft geholt. Oft machen sie dabei Männchen und halten ihre Näschen ganz weit nach oben. Manchmal suchen sie sich dafür auch einen hohen Platz aus. Männchen machen Ratten auch aus Neugier, wenn sie wissen wollen, was das Frauchen in der Hand hat und wenn sie sich dabei ganz sicher sind, dass es sich dabei wohl um ein Leckerli handeln muss.

Verstecken: Die Weiten des Fußbodens sind für die Rattis eher suspekt. Sie wollen sich verstecken. Das müssen sie auch, denn sie sind Fluchttiere und draußen warten viele Fressfeinde. In Kartons oder sonstigen schattigen Höhlen und Plätzen fühlen sie sich sicher und geborgen. Andere Ratten widerum spielen nur das verängstigte Rättlein und zwar dann, wenn sie wissen, dass Frauchen sie wieder in den Käfig sperren will, Ratte aber überhaupt noch keinen Bock hat, ins Bett zu gehen und versteckt sich lieber. Im Pulli des Frauchens fühlen sich die Ratten auch sehr wohl. Dort ist es schön dunkel und kuschelig warm. Auch niedlich: Rattenliebe/Ärmel

Auf den Rücken drehen:
Auch das gegenseitige auf den Rücken drehen ist eine Dominanzgeste. Es sieht sehr lustig aus, wenn eine dicke fette Ratte von einer viel kleineren auf den Rücken gedreht und Minuten lang ganz cool festgehalten wird. Ein Video: Rattenliebe / Kampf

Buckel machen und Haare sträuben:
Verteidigungsgeste. Dadurch wollen Rattis für den Angreifer größer wirken. Häufig bei der Integration neuer Tiere zu beobachten. Um den aufdringlichen Angreifer abzuwehren, werden natürlich noch Fußtritte verteilt. Vor allem pubertierende Rattenjungsstellen ihr Fell auf, schrubben sich überall, um das Revier zu markieren. So ähnlich wie in Franziskas / Video hat sich auch mein Mr. Miagi verhalten.
Mehr Infos zum Thema Borsteln hier: rattenkultur.de

Eigene Fellpflege: Ratten sind sehr reinliche Tiere. Sie putzen sich daher sehr oft- vergleichbar mit Katzen. Diese ständige Körperpflege ist auch ein guter Indikator für Gesundheit bzw. Krankheit, denn eine kranke Ratte fängt bald an, ihr Äußeres zu vernachlässigen. Häufiges, übertriebenes Putzen kann auch ein Anzeichen für zu viel Stress sein.


Die beiden Boys - MyVideo Meine beiden Boys2 - MyVideo

Anrammeln: Entweder sie folgen ihren Trieben, weil sie sich fortpflanzen wollen oder es handelt sich um eine Dominanzgeste. Daher ist oft zu sehen, dass sich auch gleichgeschlechtliche Ratten anrammeln. Der Angerammelte ist der Unterworfene. Meine Männchen sind alle kastriert, den Nachwuchs möchte ich nicht haben. Wie das bei Ratten aussieht, könnt ihr hier sehen: Rattenliebe / Anrammeln. (So schnell kann's gehen! Eine Sekunde nicht aufgepasst und man hat u.U. 18 Welpen, siehe Text Riesennotfall )


Ratten beim Geschlechtsverkehr - MyVideo 

Aggressives Beißen: Die Ratte hat Schmerzen und will in Ruhe gelassen werden. Oder sie mag die neue Ratte nicht in ihrem Rudel akzeptieren. Oft fließt dann auch Blut. Im Falle Mr. Miagi war das Beißen aber eher pubertäres, männliches Dominanzgehabe.

Hüpfen, Springen: vor Freude, vor Schreck, vor Übermut

Nestbau: Ratten sammeln alles Mögliche ein, von dem sie der Meinung sind, dass sie damit ihr Nest ausstopfen könnten. Zeitungen sind da sehr beliebt, aber eine etwas dümmliche Ratte (sorry Franziska ;-) ) versucht's dann auch mal gleich mit 'nem ganzen Teppich: KLICK

Mit Zähnen klappern/knuspern:
Eine Ratte, die sich so richtig wohl fühlt, knuspert und meint damit: hier ist es schön, hier fühle ich mich supergut. Also, wenn eine zahme Ratte euch auf dem Arm/Schulter knuspert, fasst es als großes Kompliment auf. Das Knuspern kann aber auch negative Gefühle ausdrücken, wie z.B. Angst. Ein scheues Tier, zwangsweise auf die Schulter gesetzt, knuspert vor Angst. Man kann sagen, dass die Ratte vor Angst mit den Zähnen klappert. Das Angstzähneknuspern ist hektischer als das Ichfühlmichwohlknuspern und ist oft mit einer weiteren Geste verbunden, und zwar das sich mit beiden Pfoten übers Gesicht streichen und plötzliche Fellputzen. Meist wird das noch von einem steifen, verkrampften Schwanz, der evtl. sogar peitscht, unterstrichen. Als guter Beobachter seiner Ratte merkt der Halter eigentlich sofort, wie das Knuspern seiner Ratte zu deuten ist.
Mehr Infos: rattenkultur.de

Zähne knirschen: Die Zähne der Ratten wachsen ein Leben lang nach. Sie müssen abgenutzt werden. Daher reiben die Ratten ihre Zähne ständig aneinander. Oft hat es den Anschein, als würden sie ständig etwas im Mund haben und essen.

Nagen: Sie zernagen alles was ihnen in die Quere kommt: Bücher, Klamotten, Möbel, Teppiche, Tapeten, Käfigeinrichtungen, Pflanzen.... Man kann es ihnen nicht abgewöhnen. Ratten heißen nicht ohne Grund Nagetiere! Manche Ratten, die vorher vielleicht nicht durch ihr Nagen aufgefallen sind und dies plötzlich tun, lenken vielleicht von Schmerzen ab. Tiffy fing an ihr Eckhaus anzunagen kurz bevor sie eingeschläfert werden musste.

Kurzes Quieken: Gehört zur ganz normalen Kommunikation. Manche quieken, wenn sie hochgehoben werden. Heißt entweder, ich mag das nicht, lass mich wieder runter. Oder: huch! Manche quieken, wenn sie von anderen Ratten auf den Rücken gedreht werden oder sonst irgendwie unterworfen werden. Beim Kampf ums gute Essen. Manche Ratten sind Heulsusen und quieken wegen jedem Käs', wie z.B. Pebbles und Geddy Lee .

Schreien: Ratten schreien, wenn sie schlimme Schmerzen haben. Das Schreien kann man deutlich vom kurzen Aufquieken unterscheiden, denn es ist ohrenbetäubend und schrecklich anzuhören. Fipsy hat mal ganz fürchterlich geschrieen, als sie beim Tierarzt eine Spritze bekam. Das Schreien hört man übrigens auch, wenn man mal aus Versehen auf einen Rattenschanz getreten ist oder mal wieder eine Ratte durch die Luft gekickt hat, weil sie mal wieder unbemerkt an den Füßen rumgewuselt ist.

Kämpfen: Ratten kämpfen oft um ihre Rangordnung festzulegen. Das ist normal und harmlos. Bei der Integration neuer Tiere kann das auch etwas heftiger ausfallen. Das sieht dann sehr brutal aus, ist es eigentlich aber nicht. Erst, wenn wirklich böse gebissen wird (z.B. wenn eine Ratte schreit, Blut fließt oder Fellfetzen fliegen) muss eingegriffen werden.

Sich gegenüber stehen: Wer ist hier der größere? Was willst du? Willst du Ärger?

Flach auf dem Boden liegen: Besonders im Sommer zu beobachten. Die Rattis liegen ganz ausgebreitet herum und wandern umher. Somit versuchen sie die Körperwärme an ihre Umgebung abzugeben.

Seitliches Anrempeln und Wegdrängen: Dies geschieht vor allem bei der Integration neuer Tiere und ist oft verbunden mit Buckel machen und Fell sträuben. Leicht aggressives Verhalten. Beim Kampf um den besten Futterplatz ist dieses Verhalten auch zu beobachten.

Futter sammeln: Spätestens beim Staubsaugen oder Bodenwischen entdeckt man unbemerkte Futtersammelstellen der Rattis. Klar muss man für schlechte Zeiten sammeln! Besonders große und leckere Leckerlis werden auch gerne vor Artgenossen versteckt. Man will ja schließlich nicht teilen! Wie goldig es aussehen kann, wenn eine Ratte etwas Essbares gefunden hat, könnt ihr hier beobachten: Rattenliebe / KLICK !

Fußtritte verteilen: Verteidigung, z.B. beim Kampf um den besten Futterplatz oder wenn eine Ratte gerade mal nicht angerammelt werden will und ihre Ruhe haben will.

Z(w)icken: Heißt einfach: lass mich in Ruhe! Meistens nur eine Warnung und es fließt kein Blut. Ratten z(w)icken sich z.B. im Käfig oft an, vor allem die Rattendamen neigen dazu. Aus Menschensicht gibt es oft gar keinen Anlass zu diesem Verhalten, aber die Ratte scheint irgendetwas oder irgendein Ratz zu stören, also zwickt sie zu.

Hervorlinsen: Nanu? Was ist da los? Soll ich oder soll ich nicht? Bekomm ich was? Nein? Na, dann geh ich wieder schlafen.

Körper lang strecken: Frühsport nach dem Aufstehen um in die Gänge zu kommen. Die Pfötchen werden ganz weit nach vorne gestreckt und es wird ausgiebig gegähnt.

Jagen, verfolgen: Fangspiel oder bei Rolligkeit

Erschrecken und Wegrennen: Entweder die Rattis hüpfen vor Schreck in die Luft oder verkriechen sich schnell in einem Versteck. Schnelles Atmen und Bewegungslosigkeit.

Gegenseitiges Nackenputzen (grooming): Festigt die Freundschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Manchmal wird auch der Rattenbesitzer geputzt. Schaut mal hier: ist das nicht niedlich? Rattenliebe / Video

Schlafen: Ratten verpennen fast den ganzen Tag. Manchmal nehmen sie dabei die seltsamsten Schlafstellungen ein, so dass man sich nur wundern kann, wie das denn bequem sein kann. Oder sie wählen die verrücktesten Schlafplätze, sowie z.B. das Rattenklo oder den Fressnapf.

Urinieren, Markieren im Käfig, Auslauf und Besitzer: Reviermarkierung. Herrchen gehört zu meinem Rudel. Es dienst der Ratte aber auch als Orientierung und Erkennung. Läuft das Tier unbekannte Wege, werden diese ebenfalls ständig mit kleinen Tröpfchen markiert und die Ratte findet sicher wieder zurück. Markieren kann auch so aussehen: Rattenliebe / VIDEOKLICK

Schwanz lang machen: Der Schwanz ist zum Gleichgewicht halten da, zum Ausbalancieren, zur Regulierung der Körperwärme

Gähnen: Es gibt wahrscheinlich nichts niedlicheres als das Gähnen einer Ratte. Die Zunge hängt raus, die Zähnchen sieht man ganz deutlich und die Ratte streckt und reckt sich. Eine niedliche 6-seitige Bildergallerie von gähnenden Ratten gibt es hier zu sehen, eine weitere Galerie mit gähnenden Ratten gibt es hier. Ein Video davon gibt es bei der Rattenliebe : KLICK

Gegenseitiges Wunden lecken: Wenn Wunden schmerzen werden sie abgeleckt. Das kühlt und reinigt die Wunde. Allerdings kann die Wunde dadurch noch verschlimmert werden. Hier zeigt sich das bewundernswerte Sozialverhalten der Ratten. Ratten die Wunden haben, werden von ihren Rudelmitgliedern geputzt. So kann es sein, dass die eine Ratte der z.B. frisch operierten Ratte die Fäden zieht oder alte abgestorbene Hautfetzen (z.B. Reste von Abszessen) abknabbern. Die Gefahr besteht allerdings, dass Ratten dabei Krankheitserreger aufnehmen, wenn sie z.B. den Eiter von Abszessen abschlecken.

Hektisches Putzen: zum Abbauen von Stresssituationen; die Ratte ist unsicher

Gegenseitiges Bepinkeln: Dadurch wird der Rudelduft übertragen. Am Geruch erkennt die Ratte: Aha, der gehört zu uns.

Gegenseitiges Beschnuppern der Rattis vor allem in der Schnauzenregion und den Ohren: Hallo! Alles klar? Gehörst du zu mir? Ach du bist's!

Schlafen im Rattenklo: So wie ich das mitbekommenen habe, tun dies vor allem die Männchen. Da riecht es so richtig nach Ratte.

Kot fressen: Bei Nagern allgemein üblich. Vermutlich, weil ihnen irgendwelche Nährstoffe fehlen. Ich selbst habe das bei meinen Rattis selten beobachten können. Wem's schmeckt ;-) Auf jeden Fall dürft ihr es nicht unterbinden, solltet ihr diese Verhalten beobachten. Auch wenn es für uns doch recht unappetitlich erscheinen mag ;-)

Käfig anknabbern: Klaro, die Ratte will damit sagen: "Ich will hier raus!" Kann auch ein Zeichen dafür sein, dass die Ratten zu wenig Auslauf bekommen, der Käfig zu klein ist oder die Einrichtung nicht gefällt.

Steif machen beim Hochheben: "Oh Mann, lass mich runter, ich kann das nicht leiden." Sich steif machen ist ein Zeichen von Unbehagen und manchmal auch Angst.

Zehenbeißen: Puuuhhh... weiß der Teufel, warum sie das tun! Wollen sie das Herrchen unterwerfen? Schließlich zuckt der Fuß zurück, wenn man gebissen wird. Riechen die Füße zu extrem? Wollen sie Aufmerksamkeit? Ist das eine Art von Spiel? Ist ihnen langweilig? Jede meiner Ratten hat das bisher getan. Aber nach ein paar Monaten lässt das nach. Am schnellsten hören die Ratten damit auf in die Füße zu beißen, wenn man nicht darauf reagiert, und das ist leider nicht so einfach! Hier beißt Gizmo gerade in meinen großen Zeh! Ich vermute, dass die Ratten leidiglich am Stoff herumzupfen wollen, so wie sie es die meiste Zeit mit anderen Klamotten tun. Weil Socken so fest an der Haut liegen, erwischen sie dabei den Zeh. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Ratten nicht in die Zehen zwicken, wenn man keine Socken trägt.

Beißen: Ratten beißen aus den unterschiedlichsten Gründen. Sie wollen nur spielen (Zehenbeißer), sie sind etwas zu übermutig beim Putzen, manche beißen aus Gier, manche vor Schreck oder vor Angst. Am schlimmsten sind die Revier-, Käfig- oder Dominanzbeißer, die beißen einen nämlich gerne mal richtig blutig! Natürlich gibt es Ratten, die beißen, weil sie nicht artgerecht gehalten werden, dann zumindest beißen sie zurecht ;-)

Rattensprache: Ratten verständigen sich u.A. im Ultraschallbereich in für Menschen nicht mehr hörbaren Frequenzen und über ihre Körperhaltung. Manche Ratten "sprechen" sogar richtig mit ihrem Besitzer! Sie fangen an zu "bruddeln", wenn man sie hochhebt. Das ist total witzig. Snowy bruddelt andauernd. Achtung, ein "Bruddeln" wird oft missinterpretiert. Oft klingt es so, als würde Ratten mit dem Herrchen brabbeln, tatsächlich liegt aber eine schlimme Atemwegserkrankung vor. Also bruddelnde und brabbelnde Ratten dem Tierarzt vorführen.

Weicht vor Hand zurück: ist unsicher und hat Angst oder weiß: „Oh nein, ich muss jetzt schon wieder ins Bett!“

Hektisches Putzen: ein Zeichen von Unsicherheit. Diese Verhalten ist vor allem dann zu beobachten, wenn man die Tiere in ein Zimmer bringt, das nicht (so gut) kennen. Es ist ein Zeichen von Verwirrung. Verunsicherte Ratten fahren sich auch oft mit beiden Pfoten gleichzeitig übers Gesicht. Das sieht so niedlich aus, dass ich sie auffressen könnte, aber leider ist dieses übers Gesichtstreichen eher ein Zeichen von Stress.

Klettern: Ratten klettern gerne sehr viel, Rattendamen etwas mehr als Rattenherren. So halten sie sich fit, sie finden neue Kuschel-, Schlaf-, Aussichts- und Bunkerplätze. Ihre Neugier treibt sie immer wieder voran, auch die unmöglichsten Stellen zu erklimmen.

Ratte knuspert mit Zähnen während man sie streichelt: „hmmm, das tut gut! Mach weiter!“ Die meisten machen dabei die Augen zu und verhalten sich ganz still, bewegen sich nicht und sind dabei ganz locker. Wenn sie dann genug haben von Kraul- und Streicheleinheiten hüpfen sie ohne ein Dankeschön einfach davon. Wenn man Glück hat, bekommt man vor dem Abdampfen noch eine klebrige Rattenzunge zu spüren oder die Ratte pinkelt einem auf die Hand ;-)

Lachen: Es gibt Leute, die davon überzeugt sind, dass Ratten lachen können. (Ton an, Englischkenntnisse können nicht schaden ;-))

 


Mehr ausführliche Infos über das Verhalten und die Körpersprache der Ratte findet ihr auf dieser englischsprachigen Seite .
Oder auf www.rattenkultur.de