RATTEN

Farben und Zeichnungen
Qualzuchten
Die Wanderratte
Die Hausratte
Die Laborratte
Links zum Thema



WIE DIE RATTE ZUM HAUSTIER WURDE
Ratten leben aufgrund ihrer großen Anpassungsfähigkeit in den unterschiedlichsten Klimazonen und Biotopen. Sei dem letzen Jahrhundert werden sie von Menschen gehalten und gezüchtet. Die Vorfahren aller Ratten, die als Heimtiere gehalten werden, stammen von der Wanderratte (Rattus norvegicus) ab. Die weiße Laborratte wurde bereits 1890 gezüchtet. In erster Linie wurden diese Tiere zu Tierversuchszwecken gehalten. Aus der Albinoform wurde mittels Inzucht im Laufe von Generationen die Farbratte (Rattus norvegicus domesticus). Inzwischen gibt es diese in vielen Variationen. Nach der Haarbeschaffenheit werden glatt- und wollhaarige Formen unterschieden. Erst in den letzten Jahren erlebte diese Nagerart einen wahren Boom in der Heimtierhaltung.

Leider hat dieser Boom auch seine Nachteile, nämlich, dass immer mehr Ratten nach bestimmten Farben und Fellformen gezüchtet werden. Viele Leute wollen Ratten haben und halten diese nicht artgerecht. Dazu gehört z.B., dass immer mehr Leute sich nur eine Ratte besorgen, weil es eben etwas Anderes und Ausgefallenes ist, eine Ratte zu haben: hat ja schließlich nicht jeder. Wenn diese Leute es merken, dass Ratten durchaus auch viele Nachteile mit sich ziehen, werden diese einfach ausgesetzt oder stark vernachlässigt.

In diesem genialen und humorvollen Film erfahrt ihr noch mehr! Bauchmuskeln festhalten und Ton einschalten!

Niedliches Ratatouille-Video:

Wissenswertes über Ratten ;-) - MyVideo

 

 

INFOS RUND UM DEN RATTENKÖRPER
Die niedlichen Pfötchen fühlen sich ein wenig an wie Moosgummi. Junge Rattenkinder haben meist riesen große Füße, was total witzig aussieht. An den Forderpfoten haben Ratte nur vier Finger, außer mein Jerry, der hat an einer Hand nur drei. Der Daumen hat sich bei den Ratten zurückgebildet, er wäre beim Kletter eh nur im Weg und außerdem kann man ohne Daumen viel besser Joghurtdrops festhalten! An den Hinterpfoten jedoch haben Ratten fünf Zehen. Und gibt es mal keine Joghurtdrops zum festhalten, sondern Joghurt zum schlecken, bringen Ratten ihre Zunge ins Spiel. Diese ist ganz warm, weich und klebrig und jeder Rattenhalter, der von seinen Ratten geliebt wird, bekommt diese regelmäßig zu spüren. Z.B. beim Küsschengeben, beim Geputztwerden. Meist werden die unmöglichsten Stellen geputzt, wie die Augenbrauen oder das Ohr. Das kitzelt ganz gemein! Wenn Ratten gähnen, lassen sie manchmal dabei ihre Zunge seitlich aus dem Mund hängen, was total niedlich aussieht.

Zwei tolle kindergerechte Filme von Löwenzahn und Peter Lustig:
Rattenkinder
Rattenleben

Und wer starke Nerven hat, der darf sich mal folgende Links anschauen. Dort findet ihr Bilder von sezierten Ratten:

sezierte Ratte (englisch; Achtung, unappetitliche Bilder)
weitere unappetitliche Bilder hier
Sezierte Ratte hier
Auch diese PDF ist sehr interessant



Die Erklärungen erfolgen von links nach rechts: Den Anfang macht Jerrys wohlgeformter, zugegebener Maßen etwas fülliger Popo. Den brauchen die Ratten vor allem zum Dreck machen! Aus dem Popo "heraus", bzw. aus der Wirbelsäule heraus, ragt der lange Rattenschwanz, der keineswegs nackt ist, wie viele Leute behaupten. Er ist mit vielen kleinen Schuppen und Borsten bedeckt. Jerry braucht diesen langen Schwanz, damit er sich beim Klettern besser festhalten und balancieren kann. Wenn Jerry den Schwanz nicht noch zur Regulierung seiner Körpertemperatur bräuchte, könnte Jerry auch gut ohne Schwanz leben, denn er klettert ja sowieso nicht, was wiederum den fülligen Popo erklärt ;-) Wäre Jerry ein richtiger Kerl, dann würden unterhalb der Schwanzwurzel zur Körpergröße unverhältnismäßig große Hoden hängen. Bei Jerry könnt ihr da lange suchen! Der hat nämlich keine mehr! Im Gegensatz zu Geddy Lee (vorletztes Bild, zweite Reihe), der seine Hoden wenigstens noch ein paar Wochen behalten durfte, als er bei mir einzog. Auch beim Geddy Lee kann man heute lange danach suchen! Fipsys weicher, weißer Bauch lädt gerade zu zum Knuddeln ein! Er ist ganz weich und meist gut vollgeschlagen! Und Dank eines gesunden Appetits und einer gesunden Ernährung hat Fipsy ein wunderschönes, farbiges Fell. Dieses ist im Gegensatz zu Jerrys Fell ganz glänzend, glatt und weich. Jerrys Fell ist etwas borstiger, stubbeliger und länger, so ist das halt bei den Jungs. Im Alter wechseln dunkel gefärbte Ratten wie Fipsy die Fellfarben! Aus einer ursprünglich dunkelbraunen kleinen Fipsy, wurde ein richtiger dreifarbiger weiß, rot-gold-brauner dicker Brummer. Ein dicker Brummer mit einem äußerst hübschen Gesicht., bestehend aus einer niedlichen Stubsnase (das wichtigste Organ der Ratten - damit erschnüffeln sie alle essbaren Leckerlis), Knopfaugen (mit ihnen sehen sie nur schlecht und farbenblind), kleinen, ganz feinen Öhrchen (mit ihnen hören sie vor allem das Klappern der Leckerlidose- Ratten hören im für Menschen nicht hörbaren Ultraschallbereich), einem Schnurrbart (auch Vibrissen oder Tasthaare genannt- mit ihnen ertasten sie sich den Weg durch die dunkelsten Höhlen und Gänge) und schrecklich gelben Zähnen (diese wachsen ein Leben lang nach und müssen regelmäßig abgenutzt werden. Außerdem sind sie rasiermesserscharf). Außerdem können Rattenzähne Spuren hinterlassen: an den Möbeln, an Tapeten, auf dem Schreibtisch, auf der Hand. Die Kopfform ist bei Ratten spitz zulaufend. Rattendamen haben ein spitzigeres Gesicht als Rattenherren, die meist ein wenig bulliger aussehen.

 

 

Pfoten und Krallen
Augen
Magen und Erbrechen

 


Rattenbabys


Da ich meine Ratten immer aus der Notfallvermittlung beziehe, habe ich noch nie Rattenbabys gehabt, zumindest keine, die jünger waren als 5-6 Wochen. Trotzdem will ich meine Seite, wenn ich schon eine Rattenseite habe, komplettieren! Daher bedanke ich mich recht herzlich bei Leonie, die mir erlaubt hat, ein paar Babybilder von ihrer Seite Rats In Love zu "klauen".

Der Rattenschwanz
Ekelerreger Nummer eins bei Rattenhassern. Dabei ist er so wichtig! Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung ist der Schwanz der Ratte keineswegs kahl. Er besitzt viele ganz kurze Häärchen und Schuppenringe. Wenn z.B. ein Hund schwitzt, so lässt er seine Zunge heraushängen und hechelt, um dadurch die Körpertemperatur auszugleichen. Die Ratte macht es ähnlich, nur benutzt sie dazu die spärlich behaarte Oberfläche ihres Rattenschwanzes, aber auch andere Bereiche ihres Körpers, die wenig behaart sind. Der Schwanz dient also als biologische Klimaanlage. Schwanzlose Ratten sind deshalb eine Qualzucht . Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt der Schwanz beim Klettern, Abstützen und Balancieren. Der Schwanz ist sehr empfindlich. NIEMALS sollte man die Ratte dort festhalten oder gar hochheben! Die Haut des Schwanzes kann reißen, Gelenke können ausgekugelt werden oder es kann zu einem Bruch kommen, was beides äußerst schmerzhaft und gefährlich für das Tier ist. Als Rattenbesitzer stellt man sich ständig die Frage, was den überhaupt an dem Schwanz so ekelig sein soll. Viele Leute bringen den vermeintlich kahlen Schwanz mit Würmern und Schlangen in Verbindung und eigentlich muss man sich als Rattenhalter ständig anhören, dass die Ratten ansich ja eigentlich ganz niedlich sind ".... aber der Schwanz". Dabei hat der Schwanz noch den Vorteil, dass er leichter zu reinigen ist. In einem buschigen Schwanz kleben oft Kotreste und Dreck fest.

Die Zähne und sonstiges Kauwerkzeug
Ratten können süß, sauer, salzig und bitter schmecken und sind daher wahre Feinschmecker. Am besten schmeckt ihnen natürlich alles was süß ist. In ihrem Mund befinden sich vier messerscharfe Nagezähne (siehe Bisswunden ) mit denen sie sogar mühelos Nussschalen öffnen können. Da diese Zähne ein Leben lang nachwachsen (ca. 1 cm im Monat), müssen sie sich abnutzen (siehe Knabberzeug ). Zahnfehlstellungen hätten sehr schlimme Folgen für eine Ratte! Man muss den Nagern daher viel Knabberzeug anbieten, damit sich ihre Zähne dementsprechend durch Abrieb selbst kürzen. Ratten spüren selbst, wenn die Zähne mal wieder zu lang sind und fangen an, sie aneinander zu reiben, dies tun sie instinktiv. Diesen Vorgang nennen Rattenhalter "Zähneknuspern". Die langen, gelben, stiftähnlichen, Rasiermesser scharfen Schneidezähne sind nicht nur da, um Futter aufzunehmen und abzunagen, sondern sie werden von den Ratten auch ganz zart eingesetzt, z.B. beim Tragen der Jungtiere, bei der gegenseitigen und eigenen Fellpflege und beim Herrchen putzen. Natürlich können diese Beißerchen auch als üble Waffen eingesetzt werden, z.B. bei der Revierverteidigung, bei Integrationskämpfen usw. Außerdem drohen Ratten bei einer Integration neuer Tiere mit aufgerissenem Maul und präsentieren stolz ihre gelben Beißerchen. Der Grund: Ratten haben einen zweigeteilten Unterkiefer, der vorne, zwischen den Wurzeln der unteren Schneidezähne, von einem elastischen Band zusammengehalten wird. Sie haben, wie bereits erwähnt, einen sehr ausgeprägten Geschmacksinn und können schon kleinste Veränderungen in der Futterzusammensetzung erkennen, daher kann es sein, dass eine Ratte, die ein Mal schrecklich schmeckende Medizin bekommen hat, diese auch wieder herausschnüffeln oder -schmecken wird, wenn man sie beim nächsten mal in Leckerlis wie z.B. Nagermalt untermischt. Die Backenzähne sind recht klein und es befinden sich jeweils sechs auf jeder Seite. Bei zu zuckerreicher Ernährung kann es schon mal vorkommen, dass auch Ratten dann Karies bekommen. Zwar nutzen sich auch die Backenzähne ab und wachsen nach, allerdings vergleichbar mit der Geschwindigkeit in der die Schneidezähne wachsen. Karies bei einer Ratte kann bedeuten, dass der Zahn (und der Gegenzahn) operativ entfernt werden müssen. Ein entzündeter Zahn ist oft Ursache für eine eitrige Entzündung (vgl. Abszesse ).

Die Pfoten und Krallen
Die Pfötchen vorne besitzen nur vier Finger, der Daumen fehlt fast vollständig. Dieser hat sich im Laufe der Evolution zurückgebildet, da er beim Rennen und Klettern nur stört. Abgesehen davon, können Ratten ohne Daumen ihr Futter geschickter festhalten und in den Mund befördern. Die Füßchen hingegen besitzen fünf Zehen. Schaut man sich die Füßchen der Ratten genau an, wirken sie anfänglich etwas befremdlich. Sie haben "komische Knubbel" und fühlen sich ein wenig an wie Moosgummi. Diese komische Oberfläche erleichtert es den Ratten allerdings, auch rutschigere Oberflächen (wie z.B. einem Besenstiel) zu erklimmen. Die Krallen sind durchblutet. I.d.R. ist es nicht notwendig die Krallen zu kürzen. Man kann ein wenig nachhelfen, in dem man Kieselsteine oder umgedrehte Fliesen in den Käfig und den Auslauf legt, an denen die Krallen automatisch abgerieben werden. Ratten kürzen sich Fingernägel auch oft selbst. Wie bereits erwähnt, sind die Krallen durchblutet. Nur in dringenden Fällen sollte man selbst Hand anlegen und sie selbst kürzen (mit einer Nagelschere speziell für Nagetiere). Man sollte sich von einem erfahrenen Rattenhalter oder einem Tierarzt zeigen lassen, wie das geht. Schneidet man zu viel ab, verursacht das saumäßig blutende und schmerzende Wunden.

Die Augen
Ratten sind farbenblind und der Sehsinn spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Die Welt erscheint ihnen nur in Grautönen, schwarz und weiß. Dadurch, dass die Augen leicht hervorstehen, sehen sie aus wie Knöpfe. Mit diesen Knopfaugen, können Ratten nicht räumlich und scharf sehen. Angeblich haben rotäugige Ratten, z.B. Albinos und Huskys, weitere Sehbeeinträchtigungen. Bei Albinoratten, wie z.B. bei meinem Bino ist oft zu beobachten, dass sie, wenn sie irgendwo sitzen und Ausschau halten mit dem Kopf hin und her pendeln, als würden sie das Zimmer scannen. Tatsächlich ist es ein Versuch, schärfer sehen zu wollen. Albinos haben sehr empfindliche Augen und reagieren oft sehr gereizt, wenn man sie z.B. mit Blitz fotografiert. Da der Sehsinn aber weitaus nicht der wichtigste Sinn einer Ratte ist, kommen diese Tiere und sogar auch völlig blinde Tiere ohne weitere Probleme aus, meine Rattendame Blindi ist der beste Beweis dafür.

Der Magen und Erbrechen
(hier entsteht noch mehr - Geduld ;-) )

Die Tasthaare
Diese werden auch Vibrissen genannt, die meisten von ihnen befinden sich Schnurrbartähnlich um das Schnäuzchen herum. Aber auch über den Augen wachsen oft noch einige wenige Vibrissen. Sie dienen dem Geruchssinn als Ergänzung. Mit Hilfe der Tasthaare können die Nager ihre Umgebung abtasten. Da ist mir ein besonders schöner Schnappschuss von meiner Binodame Yuki gelungen: man sieht genau, wie die Nase geformt ist, die Tasthaare kommen besonders schön hervor und vor allem kann man gut erkennen, wie empfindlich ihre Augen sein müssen, wenn man sich mal die Adern in den Augen anschaut.

Die Nase
Die Nase ist das wichtigste Organ der Ratte. Mit ihr erschnüffelt sie Rattenpfade, Futter und vor allem Leckerlis. Bei Tauchgängen unter Wasser können Ratten ihre Nasen geschickterweise schließen. Mit der Nase erkennen Ratten ihre Rudelmitglieder. Aus der Nase tritt oftmals eine rötliche Flüssigkeit aus. Dabei handelt es sich nicht um Blut, aber es sieht durchaus so aus, als hätte die Ratte Nasenbluten . Diese Flüssigkeit ist lediglich ein Sektret aus der sogenannten Hardschern Drüse. Eine Überproduktion dieses Sektrets ist als Warnzeichen zu verstehen, dass mit der Ratte etwas nicht stimmt. Meist sind dann zusätzlich auch noch die Augen davon betroffen.

Die Ohren
Ratten unterhalten sich in einem für Menschen nicht mehr hörbaren Ultraschallbereich. Ein Grund, warum Menschen niemals einen Artgenossen ersetzen können. Die Ohren sind unabhängig von einander beweglich und können Geräusche aus allen Richtungen erfassen. Sie sind ganz fein und zart und sehr niedlich anzusehen. Ebenso sind sie überzogen mit einem ganz feinem Flaum. Manchmal haben sie auf Grund von Revier- oder Integrationskämpfen ein Loch oder ein Riss im Ohr.

Geschlechtsorgane
Männliche Ratten sind von Weibchen ganz deutlich an ihren ausgeprägten Hoden zu erkennen. Mit der fünften Lebenswoche wandern diese aus der Bauchhöhle in den Hodensack, womit die Geschlechtsreife eintritt. Spätestens jetzt müssen alle Weibchen außer Reichweite gebracht werden, da Rattenböcke keinen Unterschied darin machen, ob sie ihre Schwestern, Mütter oder Cousinen bespringen. Übrigens: Böcke sind ihr ganzes Leben lang zeugungsfähig. Bei ausgewachsenen Rattenböcken sind die Hoden m.E. unverhältnismäßig groß zum restlichen Körper und wirken vor allem auf Rattenhasser sehr unästhetisch. Weibchen erreichen bereits mit etwa 4-5 Wochen die Geschlechtsreife. Sie kommen dann etwa alle vier Tage für rund zwei Stunden in die Hitzephase, was sich oft durch gesteigerte Aktivität, sowie besonderer Körperspannung zeigt. Reiten andere Tiere auf (auch gleichgeschlechtlich üblich), so wackeln sie meist hektisch mit den Ohren, was sehr süß und lustig aussieht. Übrigens: Weibchen können sofort nach der Geburt eines Wurfes wieder trächtig werden (bitte keine Vermehrung !).
Klickt mal auf diese englischsprachige Seite: ratz.co.uk
Eine gute Seite, auf der ihr genau sehen könnt, wie man die Geschlechter unterscheidet .

Das Fell
Das Fell der Ratte scheint für viele Rattenhalter immer noch das Wichtigste zu sein. Farbratten gibt es inzwischen in den verschiedensten Farben, Zeichnungen und Fellformen . Eine derartige oberflächliche Einstellung habe ich nicht. Ich beziehe meine Ratten ausschließlich aus der Notfallvermittlung und freue mich über jeden Ratz, der bei mir ein neues Zuhause bekommt, unabhängig von seiner Fellfarbe bzw. Fellzeichnung. Habe ich die Qual der Wahl, weil ich z.B. zwei oder drei Ratten aus einem großen Wurf ein neues Zuhause geben will, dann wähle auch ich natürlich irgendwie die "schönste" aus, doch die Ratten aus einem Wurf sind sich doch meist recht ähnlich und ich nehme die Ratten wie sie gerade kommen.

 

 


Fellfarben- und Zeichnungen


Seid ihr auf der Suche nach der ultimativen Fellfarbe- bzw. Fellform?
Dann seid ihr hier an der richtigen Adresse.
Hier geht es zum meiner kleinen Hobbyzucht von Farbratten - KLICK

colorful world of rats
ratz
hawthorn.org
nfrs.org
miceandrats
afrma.org (Qualzuchten)
ratspacnw.org (Qualzuchten)
rattyrat

Ich persönlich finde, dass es nicht sehr von Tierliebe zeugt, wenn man sich Ratten ausschließlich nach der Farbe und Zeichnung auswählt. Das ist m.E. eine recht oberflächliche Einstellung, die Ratte in ihrer natürlichen Form gefällt mir nach wie vor am besten. Aber dennoch möchte man einer vielleicht wissen, welche "Farben" er gerade zu Hause hat. Ich hab absolut keine Ahnung von Farben und Zeichnungen und verweise daher auf die oben aufgeführten Links. Auch bin ich der Meinung, dass es schon perverse Formen angenommen hat, inwiefern Ratten (oder andere Tiere) gezüchtet werden, nur um dem menschlichen Auge zu gefallen. Und damit verweise ich mein mal mehr auf das deutsche Tierschutzgesetz. Leider lässt das Gesetz doch viel Spielraum zu.

Merke: Im deutschen Tierschutzgesetz (TSchG § 11 b) heißt es:
"Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten ..., wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht ... erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten."

Ebenso habe ich die Erfahrung gemacht, dass selten eine Ratte die Fellfarbe, die sie ursprünglich hatte behält. Agoutis werden im Alter oft rötlich, graue-weiße Huskys bleichen zum Teil komplett aus, bis sie weiß ganz weiß sind, ebenso ergrauen viele Ratten im Alter ... Es macht also nicht wirklich Sinn, nur nach Farben zu gehen. Mehr zu dem Thema - Ratten verändern ihre Fellfarbe: wikipedia.org/wiki

 

 



Qualzuchten - ja oder nein?

Rex Bobtailed
Nacktratten Patchwork
Dwarf
Albinos
Harley Coat Blue

Im deutschen Tierschutzgesetz (TSchG § 11 b) heißt es:
"Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten ..., wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht ... erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten."

Insbesondere im Ausland (USA, England und Holland) werden Ratten mit bestimmten Fell- und Körperformen gezüchtet. Diese beeinträchtigen die Ratten so sehr, dass sowohl körperlich als auch seelisch sehr unter diesen angezüchteten Behinderungen leiden. Die meisten Qualzuchten sind nicht Mal schön anzusehen, so dass ich mir beim besten Willen nicht erklären kann, warum manche Leute so versessen darauf sind, sich so ein krankes Tier zu halten. Das hat m. E. nichts mehr mit Tierliebe zu tun, sondern mit purem Egoismus, etwas Anderes und Besonderes besitzen zu wollen. Dieser Trend zum Freakigem hat m. E. längst eine absolut perverse Form angenommen.

Da ich selbst keine Qualzuchten besitze, außer meiner Albinos (wenn man die überhaupt als Qualzucht bezeichnen kann), gibt es hier keine Bilder zu sehen.

Ich gestehe, dass ich bisher nur zwei Arten der unten genannten Ratten jemals selbst besessen habe, daher kann ich euch nur davon berichten, was ich selbst im Internet recherchiert habe und im Austausch mit anderen Rattenhaltern erfahren habe. Außer Albinos und eine blaue Ratte habe ich selbst keine der sogenannten "Qualzuchten" gehabt, muss diese ehrlich gesagt auch garnicht haben. Selbst wenn bewiesen werden sollte, dass unten genannte Ratten keine Qualzuchten sind, finde ich sie einfach häßlich. Ich schätze an den Ratten ihre Natürlichkeit, Freundlichkeit und ihr Wesen und will keine Ratten mit "Dauerwellen", Haarausfall und deformierten Körpern. Doch möchte ich deutlich hervorheben: ich bin gegen die Zucht solcher Tiere, aber nicht gegen deren Aufnahme als Notfallratten, denn diese armen Lebewesen können nichts dafür, dass sie von verantwortungslosen Menschen produziert wurden.

Dumboratten (Qualzucht oder nicht?)
Dumboratten besitzen das deutliche Merkmal, dass ihre Ohren, die im Vergleich zu normalen Ratten viel größer sind, seitlich am Kopf angesetzt sind. Der Kopf ist nach hinten abgeflacht, d.h. dass der Schädel im vergleich zu Wanderrattenschädeln deformiert ist. Diese Schädelverformung wirkt sich auf das gesamte Skelett aus, so dass der Bewegungsaparat angeblich gestört werden kann oder die Wirbelsäule Schäden davon trägt. Dumbos wird nachgesagt, dass aufgrund der Kopfverformung der Gehörgang geschädigt ist und sie daher an Schwerhörigkeit, ja sogar an Taubheit leiden. Dies ist allerdings noch nicht empirisch nachgewiesen worden. Dumbofreunde wiegen gerne ab, dass ihre Ratten schwerhörig sind, Langzeituntersuchungen gab es noch nicht. Auch wenn ich mir jetzt einige Feinde schaffe, so muss ich trotzdem erwähnen, dass ich Dumboratten nicht schön finde und sogar der Meinung bin, dass sie ziemlich dümmlich aussehen (Hiermit habe ich mir den Hass sämtlicher Dumbofreunde zugegezogen ;-)). Trotzdem würde ich auch einen Dumbonotfallratz bei mir aufnehmen, weil mir das Aussehen relativ egal ist. Bei den Dumboratten von Bekannten, die ich gelegentlich besuche, habe ich selbst ehrlich gesagt kein verändertes Verhalten feststellen können.
Hier ist ein sehr interessanter englischsprachiger Link zu dem Thema: ratbehavior.org/DumboRatMutation

Rexratten (Qualzucht oder nicht?)

Rexratten haben ein gelocktes und krausiges Fell. Oft sind auch die Vibrissen, also die Wimpern und Barthaare, sehr stark gekräuselt. Die Wimpern können in die Augen wachsen und führen zu chronischen Augenentzündungen. Die Barthaare dienen als Orientierungs- und Tastsinn, und durch die gekräuselte Form bei Rexratten, wird eben dieser Sinn stark beinträchtigt. Durch die "lockigen" Tasthaare können sich die Ratten, gerade im dunkeln, nur noch schlecht orientieren. Das Aussehen kann im Zusammenleben mit anderen Ratten zu Problemen führen. Bei einer Integration oder bei Rangkämpfen und Meinungsverschiedenheiten interpretieren andere Ratten das struppige Fell als Fellaufrichten (dies tun aggressive und ängstliche Tiere, um größer zu erscheinen)- was dann zu Kämpfen führen kann, weil dies als Provokation gilt. Die Fellpflege ist natürlich erschwert und verknotet bzw. verfilzt. Parasiten sind schwerer zu beseitigen. Bei normalen Farbratten ist das Aussehen des Fells auch ein Indikator für die Gesundheit des Tieres. Bei Rexratten wird eine Krankheit daher oft nicht rechtzeitig erkannt, weil das Fell eben immer struppig aussieht. Es gibt aber auch Rattenhalter, die die oben genannten Aussagen nicht bestätigen können.

Tailless Ratten (definitiv und ohne Diskussion: Qualzucht!)

Vorweg: ich spreche hier nicht von Ratten, die ihren Schwanz durch Amputation verloren haben sondern von schwanzlos gezüchteten (!) Ratten, die eigentlich der Gipfel der menschlichen Perversität sind. Irgendein Dummkopf kam wohl auf die Idee, dass Ratten ganz niedlich sind, der lange Schwanz aber -man kann's nicht mehr hören- eklig ist. Warum also nicht den Schwanz einfach wegzüchten? Schwanzlose Ratten, auch Sphinx, Manx, Bobtailed oder Tailless genannt, haben keine Taille. Das Skelett ist komplett deformiert. Durch den fehlenden Schwanz sind die Ratten extrem im Klettern eingeschränkt. Außerdem dient der Schwanz den Ratten als "Klimaanlage", d. h. er regelt die Körpertempertur. Eine schwanzlose Ratte kann dies also nicht mehr tun. Bei schwanzlosen Rättinnen gibt es oft Schwierigkeiten bei der Geburt und manche Weibchen sind unfruchtbar (wobei die Zucht bzw. Vermehrung mit diesen Ratten ohnehin nicht stattfinden sollte!). Andere werden tragend, können aber wegen ihres veränderten Beckens nicht gebären. Dann muss man einen Kaiserschnitt anwenden oder die Tiere einschläfern lassen. In einem Wurf sind aber nicht alle Welpen schwanzlos. Diese Züchtung ist absolut schwachsinnig, dumm, überflüssig, bescheuert, unmenschlich, tierquälerisch und.... mir fehlen die Worte! Nur sehr selbstsüchtige, oberflächliche Menschen schaffen sich bewusst solche Tiere an (die Rede ist nicht von Notfällen!) Englischsprachiger Link: ratbehavior.org/RatTails

Nacktratten (Qualzucht!)
Auf diese Züchtung trifft genau das Gleiche zu, wie bei den schwanzlosen Ratten mehrmals betont: Diese Züchtung ist absolut schwachsinnig, dumm, überflüssig, bescheuert, unmenschlich, tierquälerisch und.... mir fehlen die Worte!
Hier kam wohl wieder jemand auf die Idee, Ratten ohne Fell zu züchten. Ich gehe mal davon aus, dass dies mit dem Hintergrund entstand, dass Allergiker auch Tiere halten können. Leider sind Allergiker nicht auf das Fell der Tiere allergisch sondern auf deren Urin und Hautschuppen. Diese Ratten sollen am besten überhaupt keine Behaarung haben. Tatsächlich haben sie ganz arg wenige Härchen. Es heißt, dass der Tastsinn erheblich eingeschränkt bis gar nicht mehr vorhanden ist, die Augen seien ohne bzw. mit nur wenig Wimpern sind ohne Schutz jeglichen Umwelteinflüssen ausgesetzt.
Nacktratten sind durch ihr fehlendes Fell sehr viel kälte- und nässeempfindlicher, als es Ratten ohnehin schon sind, hier sind ganz also ganz andere Haltungsbedingungen gefragt, wie es der normale (Fell)Farbrattenhalter kennt. Auch sind sie vermutlich sehr anfällig gegen Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), wobei man den Käfig samt Ratten ja eh nicht in die Sonne stellen würde. Integrationen sind oft nicht möglich, weil Nacktratten wesentlich gefährdeter bei Verletzungen durch sogar schon leichte Bisse (Fellziehen z.B. geht ja nicht) sind, es reicht nicht aus, dass man als Nacktrattenhalter achtsamer bei Integrationen ist, denn Ratten beißen und kratzen sich bei Integrationen schneller, als man A sagen und eingreifen kann. Fellzupfen ist bei Nackratten ja nicht möglich. Das Fell schützt eigentlich auch vor Verletzungen, jeder noch so kleine Kratzer kann bei einer Nacktratte einen Abszess hervorrufen. Angeblich haben Nacktratten-Mütter des öfteren Probleme auf Grund einer fehlenden Milchproduktion ihre Jungen zu versorgen. In diesem Fall werden die Jungen getötet und/oder sogar gefressen, ob diese Aussage der Wahrheit entspricht oder gar veraltet ist, kann ich nicht berurteilen, was aber nichts an meiner Meinung ändert, dass die Zucht bzw. Vermehrung mit diesen Ratten nicht stattfinden sollte!

Züchter von Nacktratten sagen, dass das Problem nicht an der Nacktratte an sich liegt, sondern an der Haltung und in der Verantwortung der Halter, für angepasste Haltungsbedingungen zu sorgen. Das ist schon richtig. Nacktratten haben ganz andere Haltungsanforderungen. Aber verunstalten wir unsere Kinder auch nach dem Motto: "Dann müssen sie halt in einem Pflegeheim groß werden?" Ebenso ist es Tatsache, dass viele dieser nackt gezüchteten Ratten leider doch in Tierheimen und in Rattenhalterhände gelangen, die auf Nacktratten garnicht eingestellt sind. Immer wieder erlebe ich, wie meine Freundin aus der Notfallvermittlung Nacktratten bekommt. Das sind allesamt liebe Tiere und auch verschmust und im Prinzip nicht weniger liebenswert als unsere felligen Freunde! Ich selbst habe schon Nacktratten zwar nicht bessen, aber immer wieder besucht, in den Händen gehalten und mit ihnen gespielt. Und auffällig ist, dass ALLE Nacktratten übersät waren mit Kratzwunden und teilweise auch Abszessen. Ich kann diesen Drang zum Freakigen und Ausgefallenerem nicht verstehen! Für mich grenzt diese Zucht an Perversität. Wenn ich die Nacktratten meiner Bekannten sehe, dann empfinde ich einfach nur Mitleid mit diesen armen, entstellten Kreaturen. Das gleiche gilt auch für Nackthunde, -katzen, -meeris usw.

ratbehavior.org/hairless

Patwork Ratten (Qualzucht!)
Patwork Ratten verlieren ständig ihr Fell, von denen ganze Körperpartien betroffen sind. Es "wandert" sozusagen immer ein kleiner Fellrest wechselweise um den ganzen Körper oder aber das Fell fällt komplett aus, um dann wieder nachzuwachsen und wieder auszufallen. Welchen Sinn diese Zucht hat, verstehe ich bis heute nicht.

Dwarf (Qualzucht oder nicht?)
Dwarf bedeutet auf deutsch übersetzt Zwerg. Eine Zwergratte ist mit 6 Monaten so groß wie eine normale Farbratte mit 4 Wochen. Diese Züchtung wird gefördert, weil sie eben niedlich ist. Zwergratten sind noch recht neue Züchtungen, werden aber in den USA schon recht zahlreich an den Mann gebracht. Dwarf-Ratten haben den selben Körperbau wie Standard-Ratten sind aber erheblich kleiner als ihre "normalen" Verwandten. Die Weibchen sind etwa halb so groß wie Standard-Ratten und die Männchen haben 2/3 der normalen Größe. Ob die Ratten dadurch irgendwelche gesundheitliche Nachteile haben, außer, dass sie etwas kleiner sind, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Natürlich gibt's auch die Dwarfratten mittlerweile ins sämtlichen Qualzuchtvariationen: kleine Nackies, kleine Schwanzlose, kleine Rexe usw.

Albinos (Qualzucht oder nicht?)
Albinos sind nicht in der Lage, bestimmte Farbstoffe (Melanine) zu bilden und in ihre Körperzellen einzulagern. Daher sind ihre Haut und ihr Fell weiß. Die Pigmentlosigkeit betrifft auch die Regenbogenhaut (Iris) des Auges. Die Augen der Albinos sind besonders lichtempfindlich und die in der Aderhaut befindlichen Blutgefäße lassen die Augen bei einfallendem Licht rot reflektieren. Ob Albinos nun Qualzuchten sind oder nicht, darüber streiten sich die Geister. Tatsache ist, dass Albinos eine Art Mutation sind. Diese ist auf den oben beschriebenen genetischen Defekt zurückzuführen. Diese Mutationen treten auch in der freien Natur immer wieder auf, allerdings haben albinotische Tiere in der freien Natur kaum eine Überlebenschance, weil sie sich aufgrund ihrer fehlenden Fellfarbe nur schlecht verstecken und tarnen können. Aber in der Käfighaltung fällt diese Gefahr natürlich weg. Albinoratten können im Allgemeinen schlechter sehen und pendeln daher oft mit dem Kopf hin und her (Video von www.rattenliebe.de), um Dinge besser wahrnehmen zu können. Ich persönlich habe bei meiner Albinodame keinen Unterschied im Verhalten feststellen können. Ratten sind ohnehin keine Tiere, deren Sehsinn gut ausgeprägt ist. Ratten sind Nasentiere. Das Gehör-, der Geruch- und der Tastsinn sind bei ihnen gut ausgeprägt, da Ratten ohnehin dämmerungsaktiv sind. Daher kann ich die Kritik einiger Rattenhalter nicht nachvollziehen, wenn sie darauf aufmerksam machen, dass Albinos sehr lichtempfindliche Haut und Augen haben. Ratten sind ohne hin nacht- und dämmerungsaktiv, da scheint relativ selten die Sonne ;-) Das Licht in meinem Rattenzimmer ist auch gedämmt, ob mit oder ohne Albinos. Die Kritik findet man übrigens bei allen rot-äugigen Ratten an. Auch Huskys wird oft eine Behinderung nachgesagt. Schade ist, dass Binos es immer sehr schwer bei der Notfallvermittlung haben. Wer will denn schon drei Brüder aufnehmen, die alle gleich aussehen? Ich kann nur sagen, dass meine Binos bisher immer die liebsten Tiere waren.
Englischsprachige Links:
ratbehavior.org/AlbinoPigmented

ratbehavior.org/RatVision

Harley Coat (Langhaarratten) (Qualzucht oder nicht?)
Langhaarratten- das klingt schon total pervers! Diese Fellzüchtung entstand aus einer einzigen Ratte und verbreitet sich mitlerweile stark, soweit meine Recherche. Durch Rückkreuzungen und starke Inzucht wurde das lange Fell herausgezüchtet und somit eine eigene Fellart geschaffen. Das Fell ist gerade und steht vom Körper ab. Link dazu hier . Nicht nur absolut häßlich und bemitleidenswert, sondern absolut überflüssig, genauso wie die Rex-Ratten. Die Tiere tun mir einfach nur leid.

Blue (Qualzucht oder nicht?)
Sie besitzen eine grau-blaue Fellfarbe, die zugegebener Maßen wirklich wunderschön ist!
Das Problem dieser Ratten liegt in einer häufig auftreten Blutgerinnungsstörung, da die blaue Fellfarbe an ein dafür verantwortliches Gen gebunden ist. Manche sagen, dass dies nur ein Gerücht ist, das sich hartnäckig hält. Ich weiß es nicht... Ich kann euch sagen, dass meine Bluna (Ratatouille-Opfer) keinerlei Blutgerinnungsstörungen aufwies, aber dass ich mit Bluna die schlimmsten gesundheitlichen Probleme erlebt habe und folglich nicht scharf darauf bin, jemals wieder Blue Ratten aufzunehmen. Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass Blunas Erkrankung nicht auf ihre Farbe zurückzuführen sind. Die Ursachen sind mir nicht bekannt.
Ein englischsprachiger Link hierzu: ratbehavior.org/AustralianBlue

 

 

Schon immer standen Ratten im engen Kontakt zum Menschen und werden nicht zu Unrecht als Kulturfolger bezeichnet. Weltweit gibt es über 570 Rattenarten, doch nur zwei davon leben bei uns: Die Hausratte (Rattus rattus) und die Wanderratte (Rattus norvegicus). Die als Haustier beliebte Farbratte (lat. Name: Rattus domesticus) ist eine Zuchtform der Wanderratte. Ratten gehören zur Familie der Echten Mäuse (Murinae).

 

Die Wanderratte
Die zu den Nagetieren gehörende Wanderratte ist als Krankheitsüberträger und Hygieneschädling gefürchtet. Ursprünglich sind Wanderratten in Asien beheimatet. Sie wurden über verschiedenste Verkehrsmittel, vor allem Schiffen, weltweit verschleppt. Der wissenschaftliche Name schimpft sich Rattus Norvegicus. Unsere süßen Farb- aber auch die Laborratten stammen von dieser Rasse ab. Wanderratten kennen wir umgangssprachlich auch als "Kanalratten", weil sie die Nähe der Menschen suchen, sich mit Vorliebe in Kellerräumen und in der bereitserwähnten Kanalisation oder in selbst gebrabenen Höhlen aufhalten. Daher haben Wanderratten nicht gerade den besten Ruf, gelten als Krankheitsüberträger und als dreckiges Ungeziefer. Sie werden ca. 20-30cm (ohne Schwanz) lang und bringen ein Kampfgewicht von bis zu 580g auf die Waage. Die Wanderratte hat i.d.R. ein rotbräunlich oder graubräunliches Fell. Auch die frei lebenden Ratten haben nur eine geringe Lebenswerwartung, nämlich maximal drei Jahre. Dass die Ratten zu einer richtigen Plage werden können, liegt also nicht an ihrer hohen Lebenserwartung, sondern an ihrer Fortpflanzung. Durchschnittlich kann eine einzige Wanderrattendame 4-6 Würfe pro Jahr produzieren. Ein einziger Wurf kann bis zu 15 (mehr oder weniger sind auch drin) Junge haben!!! Diese Jungen wiederum werden nach wenigen Wochen ebenfalls geschlechtsreif und werfen ebenfalls 4-6 Mal im Jahr usw.. Wenn man das ganze hochrechnet, erhält man innerhalb weniger Monate einige Millionen Ratten. Die Tragezeit beträgt etwa 22-24 Tage. Die Jungen haben bei ihrer Geburt gerade einmal ein Gewicht von 5g und sehen aus wie kleine Würmchen, denn sie sind blind und nackt. Nach ca. zwei Wochen öffnen die Kleinen zum ersten Mal ihre Augen. Bereits mit 6-7 Wochen werden Ratten selbstständig. Bei Farbratten heißt das, dass sie in diesem Alter von ihrer Mutter getrennt werden und nach Geschlechtern getrennt werden können und künftig als liebes Haustier mit vielen neuen Spielkameraden in ein bereits vorhandenes Rattenrudel integriert werden können. Wanderratten sind dämmerungs- und nachtaktiv und bauen unterirdische Gänge. Sie halten meist an markierten Wegen zwischen Bau und Nahrungsquelle fest, was Farbratten übrigens auch tun, wenn sie Auslauf im Zimmer bekommen. Die Futterplätze der Wanderratten können teilweise bis zu 3km weit vom Nest entfernt liegen. Da Wanderratten sehr klug sind, wissen sie, wo sie ihr Futter herbekommen, nämlich dort, wo Menschen es wegwerfen oder wo sie es speichern. Bei Menschen finden Wanderratten Zufluchts- und Wohnorte in Hausspalten, Scheunen und Kellern. Und da Ratten sehr gesellige Tiere sind, leben sie in großen Familienverbänden mit sozialer Rangordnung, die sie über Kämpfe miteinander ausmachen. Wanderratten erkennen sich am Geruch und geben fiepsende Geräusche von sich. Weibchen werden von mehreren Männchen gedeckt und können ihre Jungen in einem Gemeinschaftsnest werfen und säugen auch verwaiste Junge.
Die Wanderratte ist ein Allesfresser, hauptsächlich jedoch stillt sie ihren Hunger mit pflanzlicher Nahrung. Sie jagt aber auch kleinere Tiere wie z.B. kleine Mäuse oder Fische (!). Ein großer Anteil des erbäuteten Fressens wird gehortet.

Die Hausratte
Rattus Rattus, die Hausratte, kommt ursprünglich aus Asien und hat sich von dort über die ganze Erde verbreitet. Man kennt sie auch als die "Schwarze Ratte" oder "Schiffsratte". Im Mittelalter kam sie nach Europa und war maßgeblich an der Verbreitung des "Schwarzen Todes", der Pest, beteiligt. Um genau zu sein, waren es die Flöhe, die auf den Ratten saßen, die die Pest verbreiteten. Die Ratten, die selbst diese Pestflöhe mit sich trugen, starben selbst auch an dieser Krankheit. Sie klettert etwas besser als die Wanderratte, lebt auf Bäumen und in der Nähe der Menschen, nämlich auf Heu- und Dachböden. Inzwischen ist sie in Deutschland sehr selten geworden. Sie ist wesentlich kleiner als die Wanderratte, denn sie erlangt nur ein Gewicht von 150-250g. Vom Kopf bis zum Popo ist die Hausratte 16-25cm lang, also so lang wie ihr Schwanz, eher sogar noch etwas länger. In Europa gibt es drei Fell-Farbtypen: schwarz bis dunkelschiefergrau, wildfarben mit grauer Unterseite und wildfarben mit weißer Unterseite. Was die Trächtigkeit und die Würfe angeht, so unterscheiden sich diese Daten kaum von der der Wanderratte. In Nord-, West- und Mitteleuropa leben die Hausratten weiterhin in der Nähe menschlicher Siedlungen. Außer, dass Hausratten ihre Nester erhöht, z.B. auf Bäumen bauen, unterscheiden sie sich nicht arg von ihren Verwandten den Wanderratten. Sie fressen nahezu das Selbe. Sie sind lediglich etwas kleiner und suchen nicht offenes Wasser auf. Angeblich werden sie bis zu 6 Jahre alt. Heute steht die selten gewordene Hausratte auf der roten Liste der gefährdeten Wildtiere in Europa.

Die "Laborratte"
Wenn ihr mal "Laborratten" googlet, dann kommt ihr auf so manche Seiten, bei denen euch beim Anblick der Bilder kotzübel wird. Ich will euch mit solchen grausamen Bildern verschonen.



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