RATTEN

Ernährung

Allgemeines zur Ernährung
Brauchen Ratten einen Napf?
Pellets - ja oder nein?
Hauptfutter / Alleinfutter
Lebensmittelmotten im Futter
Obst und Gemüse
Knabberspaß
Trinken
Schale oder Wasserflasche?
"Rattengift"
Fleisch und Insekten
Kräuter, Pflanzen und Äste
Leckerlis
Rezepte
Futter selbst mischen?

Allgemeines zur Ernährung
Ratten sind keine Müllschlucker! Sie haben sehr empfindliche Mägen und können schnell krank werden und sogar sterben, wenn sie nicht artgerecht ernährt werden. Eine Ratte ist z.B. nicht in der Lage zu erbrechen! Der Rattenmagen besteht aus zwei Teilen, nämlich aus dem Haut- und dem Drüsenmagen. Diese sind durch eine Wulst, die direkt am Mageneingang liegt, von einander getrennt. Wenn eine Ratte also versucht zu erbrechen, wird der Mageneingang von dieser Wult verschlossen. Der Ratte ist entweder totelend oder sie stirbt an Intoxikation (Vergiftung). Auf keinen Fall dürfen Ratten vom Tisch mitessen! Tatsächlich gibt es Leute, die zu geizig sind, ein paar Kröten für anständiges Rattenfutter auszugeben und füttern ihre Ratten praktisch vom eigenen Teller! Bitte gebt euren Ratten nichts von dem auch nur der Verdacht besteht, dass sie z.B. Durchfallerkrankungen o.Ä. bekommen können, nach dem Motto: "meine Ratten haben's vertragen, probier's mal bei deinen aus, wenn die davon Durchfall bekommen, dann fütterst du es halt nicht mehr". Ihr würdet euren Kindern doch auch nicht von einer Peporoni abbeißen lassen und dann sagen: ach das Kind schreit vor Schmerzen, dann kriegt's halt keine Peperoni mehr. Es ärgert mich immer sehr, wenn Leute z.B. Kohlsorten füttern, obwohl es allgemein bekannt ist, dass diese schädlich für Ratten sind. Mag sein, dass es zwei, drei Mal gut geht, beim vierten Mal liegt vielleicht ein Tier hundeelend in der Ecke und hat Durchfall. Das muss doch echt nicht sein! Denkt daran: Was Ratte nicht weiß, macht sie nicht heiß ;-) Ihr braucht ihr kein unnötiges Obst oder Gemüse anbieten, sie wird es nicht vermissen.

 

Bestandteile der rattischen Ernährung
Ratten brauchen ausgewogene und abwechslungsreiche Nahrung. Diese sollte aus ca. 55% Kohlenhydraten, 5% Fett und bis zu 20% Eiweißen entstehen. Um den Bedarf an Kohlenhydraten abzudecken, sind vor allem Körner zu füttern. Über die zu fütternde Menge kann man nur schwer allgemeine Angaben machen. Wieviel eine Ratte frisst, hängt von ihrem Alter, Geschlecht und Aktivität ab. Wenn man mehrere Ratten in einem Käfig hält, ist es auch sehr schwierig zu überprüfen, welche Ratte wann und wie viel gefressen hat.

Als Beispiel dafür kann ich Blindi und Yuki nennen. Beide lebten zusammen, bei Blindi muss ich mir ständig Vorwürfe anhören, die Ratte wäre unterernährt, und Yuki sei wahrscheinlich die fetteste Ratte auf der Welt.

Es gab aber einen bedeutenden Unterschied: Blindi war immer sehr aktiv, Yuki lag nur faul in der Ecke rum. Beide bekamen aber das Gleiche Futter, Obst und Gemüse.
Ein niedlicher Film von Britta S.

Männliche Ratten neigen grundsätzlich mehr dazu, etwas moppelig zu werden, da sie nicht so agil und unternehmungslustig wie Rattendamen sind. Letztere neigen wiederum dazu die schönsten Futterteile irgendwo zu horten und für später aufzubewahren oder vor anderen Ratten zu verstecken.

Napf leer = Ratte voll?
Ein leerer Napf bedeutet daher nicht gleich, dass die Ratten wirklich alles gegessen haben! Die Körner täuschen auch über die eigenliche Fressmenge hinweg. Denn eigentlich sieht der Napf schön voll aus, aber tatsächlich bleibt doch viel Abfall übrig, nämlich die Körnerhülsen. Wenn viel Futter gebunkert wurde, ist das ein Zeichen dafür, dass man zu viel Futter in den Napf geleert hat. Ich habe kleine Schäufelchen- ein kleines Schäufelchen voll Futter für jede Ratte. Bitte kauft nicht Rattenfutter auf Lager! Das Futter sollte nach wenigen Monaten aufgebraucht sein. Besonders wichtig für die nur schwer (oder gar nicht) verdaubare Rohfaser ist eine mikrobielle Verdauung. Nager fressen oft den nährstoffhaltigen eigenen Kot oder auch den ihrer Mitbewohner im Käfig. Dieses Phänomen nennt man Koprophagie ist ist bei Nagetieren normal und sollte nicht unterbunden werden. Ich persönlich habe dies bisher nur bei meinem Zwergkaninchen (schon lange nicht mehr am leben, armer Hasi) beobachten können, bei den Ratten ist mir das bisher noch nie aufgefallen.

Brauchen denn Ratten überhaupt einen Napf?
Theoretisch nein! Ratten, die im Käfig leben und sich einfach nur am Napf bedienen können, werden sehr schnell träge und fett. Das ist mit allen Tieren in Gefangenschaft so.

Grundsätzlich sollte man die Ratten bei Laune halten, so wohl körperlich als auch geistig. Es gibt Rattenhalter, die vertreuen das Futter im ganzen Käfig, damit die Ratten gezwungen sind, danach zu suchen. Mir macht das zu viel Dreck. Ich versuche die Ratten spielerisch bei Laune zu halten. Grundätzlich bekommen meine Ratten erst Obst und Gemüse zu fressen, beim Auslauf lasse ich sie spielerisch Futter und/oder Leckerlis erarbeiten, abends befülle ich den Napf oder die Näpfe neu. Ich bin kein Fan von "kein Napf im Käfig".

Es bietet sich an, mehrere Fressnäpfe zu haben. Zum einen, um Futterneid zu vermeiden, zum anderen, damit man immer saubere Näpfe zur Verfügung hat. Es ist völlig egal, ob die Näpfe aus Plastik oder Keramik sind. Wichtig ist nur, dass die Näpfe groß genug sind, dass die Ratten sich auf den Rand stellen können. Ratten sitzen nämlich gerne auf den Napfrändern beim Essen. Daher müssen die Näpfe kippsicher sein. Mein Tipp: kauft euch keine Näpfe in Zoogeschäften, dort sind sie viel zu teuer. Ich finde meine Näpfe in den seltsamsten Geschäften, z.B. bei KIK, im 99-Cent Landen, bei Ikea oder anderen Möbelhäusern und sie kosten oft nur wenige Cent und sind teilweise auch einfach schöner.

In der Hunde- und Katzenabteilung gibt es Näpfe mit "Untersetzer". Ratten sind leider richtige Krümelmonster. Überall um den Napf verteilt, liegen Essensreste (meist Körnerhülsen) herum. Solche Näpfe mit Untersetzer können die tägliche Käfigreinigung nicht wirklich erleichtern. Die Überreste fliegen trotzdem überall herum und man hat mehr zum Putzen. Ich rate daher, ganz normale, einfache Näpfe zu nehmen.

Günstige Näpfe und Nippelflaschen bekommt ihr hier: Breker oder

Nager

 



Pelletsfutter für Ratten - ja oder nein? -> Brainstorming

Vorab: ich bin ein absoluter Pelletsgegner und würde meinen Ratten niemals Pelletsfutter kaufen. Aber verteufeln möchte ich Pelletsfutter nun auch nicht, denn im Laufe der Zeit, in vielen Diskussionen mit anderen Rattenhaltern, erhielt ich doch einige Argumente, die für Pellets sprechen, mich aber doch nicht gänzlich überzeugen konnten. Bildet euch am besten eure eigene Meinung. Das Pelletsfutter von Höveler soll die nötigen Nährstoffe für Ratten enthalten, darüber erlaube ich mir kein Urteil, weil ich mich damit überhaupt nicht auskenne.

Gründe, warum sich einige Rattenhalter überlegen, Pellets zu verfüttern, oder dies bereits tun sind folgende:

  • Die Ratten sortieren ihr Futter und picken sich immer ihre Lieblingsstücke raus, u.U. sind das die Dickmacher im Futter.

  • Ratten mit weniger Durchsetzungsvermögen bleiben nur die Reste übrig, die die stärkere Ratten im Rudel für sie übriglassen.

  • Jede Ratte soll aber die gleichen Nährstoffe abbekommen.

  • Somit soll verhindert werden, dass z.B. kranke, alte oder ängstlichere Tiere das Nachsehen haben.

  • Pelletsfutter lässt sich leicht zu Brei verarbeiten, für Ratten, die krankheitsbedingt schlecht fressen können.

  • Insgesamt ist Pelletsfutter günstiger als speziell gemischtes Rattenfutter.

  • Angeblich lieben die Ratten Pelletsfutter, dass sie sich "drauf stürzen".

  • Pellets werden gefüttert, damit man besser kontrollieren kann, wie viel welche Ratte frisst, dass man z.B. abschätzen kann, ob eine Ratte zu viel frisst.

  • Dicke Ratten sollen dadurch abnehmen, weil sie sich dank Pellets nun nicht mehr ihre Lieblingsstücke ausselektieren können.



Gründe, die m.E. gegen Pelletsfutter sprechen:

  • Pelletsfutter stelle ich mir so vor: Schnitzel mit Soße, Pommes und gemischten Salat, dein Nachtisch - Kirschtorte- alles in einen Mixer, dannach in kleine mundgerechte Häppchen geformt und schmucklos in einem Teller vorgelegt. Wo bleibt da die Freude am Essen? Und das auch noch jeden Tag!

  • Klar, Ratten picken sich ihre Lieblingsstücke als erstes raus, genauso mache ich es auch, wenn ich vom Teller esse. Aber dennoch möchte ich die Vielfalt, die verschiedenen Geschmacksrichtungen merken. Und wenn meine Ratten ums Verrecken diese "Brocken", von denen keiner so richtig weiß, aus was sie eigentlich bestehen, nicht mögen, dann mögen sie sie halt nicht. Mich bringt auch kein Mensch auf der Welt dazu Rosenkohl und Broccoli zu essen, deshalb lebe ich noch lange nicht ungesund. Fressen ist ja bei Ratten auch eine Art Beschäftigung: man muss Hülsen aufmachen, das Leckerste zu erst aussuchen (die Nase einsetzen) und die Ratten können sich die Reihenfolge selbst aussuchen, wie sie fressen wollen. Der Geschmack ändert sich ständig. Bei Pelletsfutter hat Ratte nichts zu entdecken, nichts wo sie den Grips anstrengen muss, keine freudige Überraschungen (Yippie - nach ein kleines Stück Bananenchip übrig), alles riecht gleich... Ich finde Pelletsfutter ganz ganz ganz arg grausam.

  • Gerne wird gesagt, dass sich Ratten auf das Pelletsfutter "stürzen". Auf was sollen sie sich denn sonst "stürzen", wenn sie keine Auswahl haben? Irgendetwas müssen sie ja fressen, um ihren Hunger zu stillen!

  • Beim Fressen trainieren Ratten auch ihre Sinne! Das Leckere herausriechen und herauschmecken, Gut von Schlecht aussortieren, Samen und Körner öffnen... . Fressen ist bei Ratten also auch eine Art von Beschäftigung, sie müsssen Kopfarbeit leisten!

  • Oft wird damit argumentiert, dass alle Ratten das Gleiche an Nährstoffen abbekommen sollen. Da frage ich mich aber: brauchen denn alle Ratten wirklich gleich viel Nährstoffe? Rattendamen und Rattenjungs, Opis und Omis, Ratten im Wachstum haben sicherlich andere Bedürfnisse. So habe ich beobachtet, dass z.B. insbesondere ältere Tiere immer öfter den Nagerstein aufsuchen, während andere ihn ignorieren oder vermehrt Kolbenhirse fressen. Wenn alle Ratten die gleiche Menge an Nährstoffen bekommen sollen, müsste ich voraussetzen, dass alle Ratten exakt gleich viele Pellets fressen. Soll man die vorher abzählen? Was ist mit den unterschiedlichen Ratten (Größe, Alter, Gewicht...), muss ich dann anfangen, über mathematische Formeln exakt zu berechnen, wie die Pelletsmenge ins Verhältnis zu setzen ist? Ihr seht, ich trage dick auf, aber die Begründung, dass alle Ratten die gleichen Nährstoffe abbekommen sollen, klingt für mich nicht plausibel.

  • Ebenso wird gerne argumentiert, dass dominante Ratten den anderen das Futter wegfressen. Da Frage ich mich, was gegen dieses absolut natürliche und auch wichtige Verhalten einzuwenden ist? Der Rang im Rudel muss schließlich geklärt sein! In einem Rattenrudel herrscht keine Demokratie! Das ist doch völlig natürliches Verhalten!
    Um Futterneid zu vermeiden würde ich daher eher zwei Näpfe aufstellen, oder sogar garkeinen. Gelegentlich mache ich das tatsächlich auch so, dass ich den Futternapf weglasse (meist, wenn er verschmutzt ist und ich zu faul zum spülen war). Ich hab mal jemandem davon erzählt, der sagte gleich: "Dann ist das Futter voll Urin". Meine Ratten nehmen das Futter, das sie aus'm Napf haben grundsätzlich mit ins Klo, manchmal wird auch schön darin paniert, und bei der gegenseitigen Fellpflege schlecken sich die Ratten ständig Urin aus dem Fell, ich denke, man darf das nicht so vermenschlicht sehen. Nicht zu vergessen, dass selbst der Napf, ohnehin immer vollgepieselt ist.

  • Schon mal überlegt, ob Ratten BEWUSST aussortieren, weil ihre feine Nasen erschnüffeln, dass das Futter nicht mehr gut ist? Ratten haben ein viel besseren und feineren Geruchssinn, weshalb sie erkennen, dass das Futter ungenießbar ist, z.B. aufgrund von Schimmelsporen.

  • Interessanterweise lassen meine Ratten genau das liegen, bei dem ich denke, dass ich genau das auch liegen lassen würde: diese trockenen Maiskörner, die ohnehin Dickmacher sind und diese braunen Brocken (Extrudate), ich glaube nicht, dass die Ratten deshalb Mangelerscheinungen haben.

  • Gegen Fettleibigkeit hilft wie beim Menschen auch nur Sport und Bewegung. Menschen, die viel Sport treiben, können im Prinzip alles essen.

  • Pelletsfutter zerbröselt leicht, was heißt, da können die Ratten gleich Staub fressen *Achtung Ironie*

  • Gerne werden Höveler Pellets für Mäuse und Ratten verfüttert. Allein DAS macht mich schon stutzig! Wie kann etwas für zweierlei Tierarten gut sein? Mäuse haben sicherlich ähnliche Nahrungsanforderungen wie Ratten, aber die gleichen? Das kann ich mir nicht vorstellen.

  • Wie will man kontrollieren, dass die einen Ratten genug fressen oder nicht zu viel fressen und ein Dicker dabei abnimmt? Ich stelle mir das so vor, wie mit Slim Fast. Angeblich enthät das so viele Nähstoffe, wie der Körper täglich braucht. Abgenommen hat davon aber noch keiner.

  • Pelletsfutter besteht aus zusammengepressten Zutaten, die mehr oder weniger pro Pellet die gleichen Nährstoffe enthalten. Die kleinen Häppchen können m.E. darüber hinwegtäuschen, wie viel die Ratte tatsächlich fressen sollte.

  • Pelletsfutter wird gerne von Massenzüchtern verfüttert, warum? Weil es günstig ist. Wie kann ich meinen Tieren ein Futter geben, auf dem "Versuchstierfutter" drauf steht?
    Natürlich bekommen Laborratten kein Rattima, sondern Pelletsfutter. Wie kann ich alles rund um das Thema "Tierversuchtslabore" verurteilen, aber gut finden, was die Tierquäler ihren Versuchstieren geben? Ist das nicht widersprüchlich? Wie kann man so viel über "Ratten wissen", wenn man sie in Versuchlaboren in Makrolonboxen oder Glaskästen nicht artgerecht hält (und quält), aber davon ausgehen, dass die selben Menschen wissen, was für ein Futter für meine Ratten gut sein soll?

  • Nebenbei erwähnt ersetzt Pelletsfutter auf keinen Fall Obst und Gemüse, was Pelletsfütterer natürlich selbst wissen, aber hält das die Futterkosten dann tatsächlich so gering? Darf man auf Kosten der Ratten an ein paar Kröten sparen?





Hauptfutter/Rattenfutter

Bewahrt euer Futter in verschließbaren Boxen auf, so wie auf dem Bild rechts mit Blindi. Da ich relativ viele Ratten habe, bin ich mittlerweile dazu übergegangen, mir größere Futterpackungen zuzulegen. Ich bewahre das Futter nun in diesem Futtersack auf und in einer Windeltonne ;-) Naja, eigentlich mag ich den Futtersack nicht, weshalb er in meiner Abstellkammer steht. Bei KIK (dem Billigklamottenladen) kann man günstige Futterblechdosen mit tierischen Motiven Deckel kaufen. Es ist schon wichtig, dass das Futter trocken und verschlossen gelagert wirde, denn nicht selten bekommt man sonst ein Problem mit Lebensmittelmotten.

Rattima:
M.E. (so auch die Meinung vieler Rattenfreunde) gibt es nur ein wahres Rattenfutter: Rattima. Obwohl Rattima sich als das Rattenfutter schlechthin bei Rattenhaltern durchgesetzt hat, ist es nach wie vor noch nicht im Handel erhältlich. Man kann es lediglich über das Internet (z.B. Futterparadies ) erwerben. Rattima wurde in Zusammenarbeit mit dem VdRD entwickelt und entspricht den Bedürfnissen der Ratte. Einige Kritiker machen darauf aufmerksam, dass Rattima zu viele Dickmacher enthält. Jedenfalls ist dieses Rattenfutter das einzige, das tatsächlich restlos aufgefressen wird. Naja, fast restlos. Die Maiskörner und die braunen Brocken bleiben gerne mal liegen. Wenn man aber nicht gleich neues Futter nachfüllt, werden auch diese gefressen. Die Ratten picken sich eben zu erst das raus, was sie am liebsten haben.

Erhältlich bei Zooplus

Nager

Zusammensetzung / Rattima:
Getreidechips, Weizen, Gerste, Hafer, Haferflocken, Brocken, Buchweizen, Reis, Mais, Weizenflocken, Sonnenblumenkerne weiß und gestreift, Johannesbrot, ext. Hafer, Kardi, Puffweizen, Kürbiskerne, Erbsen, Puffmais, Karottenflocken, Süßwassergarnelen
Inhalt:
Rohprotein 13.0 %
Rohfett 6.2 %
Rohfaser 7.1 %
Rohasche 3.6 %
Feuchtigkeit 11.5 %

 

 

Problem mit Lebensmittelmotten
Wird das Trockenfutter nicht richtig gelagert (also in verschließbaren Boxen), dann nisten sich gerne mal Lebensmittelmotten ein. Manchmal sind bereits welche im Futter drin, da es sich bei Tierfutter um ein Naturprodukt handelt, kann man leider niemals ausschließen, dass man vielleicht mal Pech hat und sich solche Viecher mit dem Futter ins Haus holt. Aber die meisten Motten fliegen im Sommer durchs offene Fenster in die Wohnung.

Woran erkennt man einen Befall des Futters mit Motten?




  • keine Kohlsorten
  • keine exotischen Südfrüchte
    -> Aber es gibt Ausnahmen!

Ratten sind ziemlich schleckig, nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht". Was der einen Ratte schmeckt, schmeckt der anderen eben nicht. Da muss man halt einfach selbst ausprobieren, was von den Ratten angenommen wird und was nicht.

Obst und Gemüse muss vor der Fütterung ordentlich gewaschen, abgetrocknet und entkernt werden! U.U. empfehle ich auch, die Schale zu entfernen (z.B. bei Äpfeln und Gurken). Bei übermäßiger Fütterung von bestimmten Sorten, können Ratten gesundheitlichen Probleme wie z.B. Durchfall oder Blähungen bekommen.
Obst und Gemüse, das nach 12 Stunden nicht gefressen wurde, müsst ihr aus dem Käfig entfernen, da es sonst schimmelt. Ich schäle das Obst und Gemüse auch aus dem Grund, weil die Ratten gerne die Schale/Haut übrig lassen und die sich am Käfigboden festklebt, dann stinkt und die Käfigreinigung ernorm erschwert.


Obst
Gemüse
Steinobst wie Kirschen, Pfirsiche usw können in großen Mengen zu Durchfall führen und sollten nur selten angeboten werden. Aber meistens gibt es diese Obstsorten ja sowieso nur im Sommer.

Sämtliche Zitrusfrüchte sind tabu! Auf vielen anderen Seiten kann man lesen, wie schädlich Zitrusfrüchte sind, daher soll man sie "selten" füttern! Zitrusfrüchte sind nicht weniger schädlich für Ratten, auch wenn man sie nur "selten" füttert! Entweder... oder... Bitte gebt euren Ratten keine Zitrusfrüchte! Sie brauchen sie nicht und werden sie auch nicht vermissen, wenn ihr sie nicht füttert. Die Säure kann die Verdauung ordentlich durcheinander bringen. Ratten, die vielleicht eine Orange o.Ä. gefressen haben und sich anschließend putzen, reiben sich schön ordentlich die Säure in die Augen! Das muss nicht sein.

Unbedenkliche Obstsorten
Bananen: egal ob frische Bananen oder Bananenchips. Diese Dickmacher werden leidenschaftlich gerne verputzt. Ab und an als Leckerli füttern oder bei Durchfall (Anmerkung: bei Durchfall Tierarzt aufsuchen).

Melone: in jedem Fall ohne Schale füttern, da das Obst stark gespritzt ist. Im Sommer sorgen vor allem Wassermelonen für eine schöne Erfrischung und ausreichend Flüssigkeit für Ratten, die zu wenig trinken. Die Kerne müssen nicht entfernt werden. Ganz im Gegenteil! Die mögen die Ratten sogar mehr als das Fruchtfleisch!

Bei Äpfeln, Birnen und Weintrauben müssen vorher die Kerne entfernt werden (ich kaufe immer die süßen, griechischen, kernlosen weißen Trauben). Ich habe einige Berichte gelesen, wonach Birnen blähend seien und nicht für Ratten geeignet. Ich selbst habe bisher sehr selten ein paar Stückchen Birne verfüttert und bisher keine negativen Erfahrungen gemacht.

Erdbeeren: mögen meine komischer Weise überhaupt nicht! Dabei sind die doch so lecker! Selbst schöne rote Erdbeeren werden nicht angerührt! Solche Banausen!

Kirschen: (Steinobst) Fruchtfleisch von Süßkirschen wird sehr gern genommen (s.o.)

Kürbis: kann roh oder auch gekocht gegeben werden, ebenso die Kerne

Mango: (Steinobst) Fruchtfleisch wird gern genommen

Ist zwar kein Obst, aber trotzdem lecker

Nudeln: gekocht oder roh... da fahren alle meine Pelznasen voll drauf ab! Nudeln lieben sie wahrscheinlich noch mehr als ihr Rattenfutter oder die teuersten Leckerlis. Vor allem Spaghetti, die man vor dem Näschen noch eine Weile herumbaumeln lassen kann, werden gerne „erbeutet“

Reis: gekochter Reis ist sehr begehrt. Fast so sehr wie Spaghetti.

Bedenkliche Obstsorten, die ihr NICHT füttern dürft:
Ananas: weil sehr säurehaltig
Apfelsinen: Zitrusfrucht
Brombeeren: sehr säurehaltig
Grapefruit: siehe Apfelsine
Heidelbeeren: sehr säurehaltig, färbt stark!
Himbeeren: sehr säurehaltig
Johannisbeeren: sehr säurehaltig
Kiwi: sehr säurehaltig
Mandarinen: siehe Apfelsine
Orangen: siehe Apfelsine
Papaya: nur in Maßen geben, wirkt verdauungsfördernd
Zitronen: niemals geben, wegen der Säure!!!

Trockene Früchte dürfen in sehr kleinen Mengen gegeben werden. Beliebt sind Rosinen, aber auch Äpfel (aber leider nicht bei meinen Ratten), Birnen und Hagebutten. Ungezuckerte Bananenchips sind trotz allem noch sehr süß und sollten ein seltenes Leckerchen bleiben, gezuckerte oder mit Honig lasierte Bananenchips lieber nicht.

Nüsse/Kerne: Nüsse und Kerne sollten nur sehr selten verfüttert werden, da sie sehr fettreich sind und oft Schimmelsporen enthalten. Eine Nuss pro Woche reicht! Gegeben werden können: Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Macadamia, Walnüsse, Pecannüsse und Kürbiskerne. Ich gebe meinen Ratten hin und wieder Haselnüsse samt Schale. Dadurch sind sie beschäftigt und sie nutzen ihre Zähne ab.
Diese Gemüsesorten immer füttern:
Wassergurke, bzw. Salat- oder Schlangengurke, am Spieß oder klein geschnitten. Kalorienarm und lecker. Ich schäle die Salatgurke immer.
Paprika: kalorienarmes und gesundes Leckerli. Der Paprika muss vorher entkernt werden. Gelbe, rote oder orangene Paprika geben, darf nicht scharf sein!
Chicoree: wird gerne genommen
Karotten: roh oder gekocht, die (giftigen) Grünteile vorher entfernen. Mögen meine Ratten nicht so sehr.
Mais: Gekochten und abgekühlten Kolben in den Käfig hängen oder Mais aus der Dose füttern. Achtung: Dickmacher! Sehr lecker! Ist auch trocken und hart im Rattenfutter enthalten, allerdings lassen meine diese im Napf liegen. Bei Mais aus der Dose oder TK-Mais (z.B. Balkangemüse) werden meine Ratzen zu richtigen Bestien, die sich auf ihr Fressen stürzen. Die Haut der Maiskörner bleibt liegen, das gibt immer eine Sauerei.
Fenchel: Manche Ratten mögen ihn, viele sortieren ihn sofort aus. Kann roh und gekocht gegeben werden.
Acker-, bzw. Feldsalat: darf gut gewaschen verfüttert werden
Rote Beete wird von Ratten nicht gerne gefressen. Die Rote Beete Leckerlis aus der Zoohandlung (Red Power) hingegen werden gerne angenommen und sind darüber hinaus ungezuckert. Rote Beete verfärbt allerdings den Käfig und den Urin der Ratten! Ist eine Vitaminbombe, obwohl ich bezweifle, dass in den Red Power Leckerlis noch viel von den Vitaminen übrig ist.
Staudensellerie: waschen, schneiden. Allerdings mäßig beliebt, die Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden ;-)
Zucchini: roh oder gekocht. Manche mögen's, manche nicht.

Diese Gemüsesorten erst nach Aufbereitung füttern:
Tomaten: alle grünen Teile entfernen, sonst gerne genommenTomaten - Ich verfüttere nur Cocktail oder Cherrytomaten. Die grünen Teile müssen vorher entfernt werden, da sie (wie bei der Kartoffel) giftig sind. Meine Ratten lassen die Haut der Tomaten immer liegen und essen nur das Fruchtfleisch.
Auberginen: nur gekocht geben.
Artischocken: nur gekocht, unreif = giftig
Erbsen: die Schale kann sich in der Speiseröhre festsetzen, werden gekocht aber gerne genommen
Kartoffeln: auf keinen Fall roh verfüttern und alle grünen (giftigen) Teile rauschneiden. Gekocht sehr beliebt. Rohe Kartoffeln enthalten giftige Stoffe. Diese können bereits in geringeren Dosen Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Bei hohem Anteil sogar Vergiftungserscheinungen.

Diese Gemüsesorten selten oder am besten gar nicht füttern:
Blumenkohl: Kohl, wenn dann nur in geringsten gekochten Mengen anbieten.
Brokkoli: Kohl, wenn, dann nur in geringsten gekochten Mengen geben.
Kolrabi: wird sehr gerne genommen, kann bei manchen Ratten zu Blähungen führen. Ich füttere es schon aus dem Grund nicht, weil der Käfig am nächsten Tag immer bis zum Himmel stinkt.
Salate: sind stark nitrathaltig, daher eher nicht füttern.

Diese Gemüsesorten niemals füttern:
Avocado: es gibt verschiedene giftige (tödlich giftig!) Sorten, bitte niemals geben
Bohnen: rohe Bohnen sind sehr giftig, gekocht können sie blähen, lieber nicht geben
Radieschen: kann zu Verdauungsproblemen führen und kann sehr scharf sein.
Rettich: kann zu Verdauungsproblemen führen, kann sehr scharf sein.
Rhabarber: kann zu Krämpfen bis hin zu Herzlähmungen führen (enthaltene Oxalsäure), bitte nicht geben!
Rotkohl: Kohl, bläht stark, nicht geben
Spinat: bei Überdüngung kann sich viel angesammeltes Nitrat in giftiges Nitrit umwandeln, von daher wenn überhaupt eher selten und wenig geben.
Weißkohl: Kohlsorte, bläht stark, nicht geben
Wirsingkohl: Kohl, bläht stark, nicht geben
Zwiebeln: nicht füttern, enthält ätherische Öle, zu scharf
Lauch: Zwiebelart, lieber darauf verzichten

Weitere Tipps:
getrocknetes Gemüse z. B. rote Beete, Möhren, Sellerie, Fenchel oder Kohlrabi können fertig oder im Umluftofen selbst getrocknet werden.
Im Sommer darf es auch mal ein Ratteneis sein.

Links:
Kohl ist nicht gleich Kohl / Diebrain

Minderwertiger Salat? / Diebrain


 

Knabberzeug
Knabberzeug ist sehr wichtig! Ratten sind eben Nagetiere, gibt man ihnen nicht genug Möglichkeit zu knabbern und zu nagen, machen sie sich sehr schnell an Herrchens oder Frauchens Sachen ran. Dabei werden nicht mal die Möbel verschont. Die Zähne der Ratten wachsen ein Leben lang nach und müssen abgenutzt werden. Dies geschieht teilweise durch das Zähneknuspern (Zähne aneinander reiben), aber auch über die Nahrungsaufnahme. Die meisten im Handel angebotenen Knabberstangen sind sehr zuckerreiche Dickmacher, die den Ratten meist sehr gut schmecken.

Knabberstein (Diese sind sehr umstritten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ratten ihn zu einem "Urinstein" umfunktionieren)
Nüsse (Mit Schale: Super Beschäftigungsmöglichkeit und gut zum Zähne abnutzen. Leider auch ein Dickmacher)

Trockenes Brot / trockene Brötchen
Brötchen zum Aufbacken ein bis zwei Tage an der Luft hart werden lassen, oder noch besser-> einfach länger im Backofen lassen. Wenn Brötchen an der Luft trocknen können sie schimmeln, so dass man es mit bloßem Auge nicht sehen kann.

Diese lieben meine Ratten so sehr, dass regelrecht ein Kleinkrieg ausbricht. Es ist total witzig zuzusehen, wenn eine Ratte ein verhältnismäßig riesengroßes Brötchen im Maul trägt und vor den anderen Ratten verstecken will. Körnerbrötchen sind natürlich vorzuziehen, weil diese Milchbrötchen eigentlich null Nährstoffe haben.

Allerdings lieben meine Ratten die Brötchen so sehr, dass ich ihnen die Freude daran gönne.

Wie goldig das aussieht, wenn Ratten ein Brötchen oder Stück Brot ergattern seht ihr bei Franziska: KLICK und goldigerweise noch KLICK HIER

Trockene Brötchen sind allerdings überhaupt nicht wichtig für den Zahnabrieb der Ratte! Dieses Gerücht hält sich hartknäckig.

Einige Rattenhalter warnen vor der Verfütterung von trockenem Brot, weil es Hefe enthält... Dazu habe ich keine Meinung, alle paar Monate gönne ich den Ratten ein Brötchen, wenn mal eins beim Vespern übrigbleibt.

Trockenes Brot und Knabberhölzer sind dagegen eine gute Beschäftigungsmaßnahme, damit die Ratten ihren Nagetrieb ausleben können, dass sie am Brot ihre Zähne kürzen können, ist natürlich absoluter Quatsch. Bitte beachtet: trockenes Brot ist keine artgerechte oder gesunde Ernährung!

holz

Was dürfen Ratten trinken?
Eine Ratte kann ohne regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme sehr schnell krank werden. Ratten trinken sogar sehr viel. Ohne Flüssigkeitsaufnahme kann eine Ratte keine drei Tage überleben.

Wasser
: das muss sein!
Ratten bekommen täglich frisches Wasser. Da sie nicht aufstoßen können, darf das Wasser nicht kohlesäurehaltig sein. Wasser aus der Leitung reicht vollkommen aus. Ihr füllt es in Nippelflaschen ab, die ihr bis zum Rand voll macht. Nippelflaschen, die nicht bis zum Rand gefüllt werden, tropfen, weil sich beim Abtrinken kein Vakuum bilden kann. Das Wasser soll nicht in Schalen o.Ä. zur Verfügung gestellt werden, da die Ratten es verunreinigen würden. Auf jeder Etage sollte sich mindestens eine Nippelflasche befinden. Die Flaschen müssen übrigens regelmäßig mit einer Flaschenbürste gereinigt werden, da sich schnell Algen in der Flasche absetzen und das Trinkwasser verunreinigen. Trinkflaschen für Mäuse sind optimal. Davon solltet ihr ruhig 3-4 Stück besitzen.


Tee: nette Abwechslung
Zur Abwechslung oder zur Stärkung des Immunsystems, darf man den Ratten ruhig auch Mal einen ungesüßten Tee Fenchel- oder Kamillentee geben. Ein wenig Honig nur als besonderes Leckerli. Auch bei Erkältungen (bitte sofort den Tierarzt aufsuchen) bekommen meine Ratten Tee. Bitte keine Experimente mit verschiedenen Teesorten machen. Tee ist eine Medizin und hat je nach Teesorte verschiedene Auswirkungen auf den Körper: z.B. regen manche den Kreislauf an, sorgen für Herzrasen, führen zu Durchfall, senken Blutdruck usw. Fencheltee und Kamillentee hingegen haben keinerlei negative Auswirkungen und manche sagen insbesondere Kamillentee eine prophylaktische Wirkung voraus, woran ich allerdings nicht glaube. Ich bin nämlich kamillenteesüchtig und trotzdem ständig krank ;)

Säfte: selten als Leckerli
Hin und wieder darf man seine Ratten auch mit einem Gemüsesaft (Karotte oder Tomate) verwöhnen. Aber bitte beachtet, dass nicht jede Ratte diese Säfte mag. Daher bitte nur eine Nippelflasche auffüllen. Ich war erstaunt darüber, wie sich meine Ratten auf den Karottensaft (Babyabteilung) gestürzt haben. In einer Nacht haben sie die Flasche leergesoffen. Ich hab dann mal selbst einen Schluck probiert, weil ich wissen wollte, warum die Ratten so drauf abfahren und hab dann fast reihern müssen! Pfui Teufel!! Und manche Mütter geben das auch noch ihren Kindern! lol Alete Karottensaft wird übringens von meinen Ratten verschmäht, ebenso wie das von Milupa. Vermutlich ist der von Kinella einfach süßer. Was man wissen sollte: Wenn die Ratten Säfte trinken, pinkeln sie wie verrückt. Das Zeug muss ja schließlich auch wieder raus ;) U.U. kann der Urin sich verfärben und er stinkt natürlich wie die Pest. Daher gebe ich den Ratten selten Säfte. Meist im Sommer in gefrorenem Zustand ;) Im Sommer fülle ich gerne Säfte in Eiswürfelbeutel ab und lass die Ratten Ratteneis zur Abkühlung in der Sommerhitze naschen.

Milch: auf keinen Fall
Ihr könnt euren Ratten zwar gelegentlich Milchprodukte wie Joghurt oder Käse (ohne Schimmelrand) geben, allerdings dürft ihr euren Ratten keine pure Milch zu trinken geben! Diese ist für Ratten unverdaulich. Aufgrund des Milchzuckers und zuviel Eiweißes besteht Durchfallgefahr.

Folgendes niedliche Video stammt von Franziska/Rattenliebe:
Archie hat Durst

Schale oder Wasserflasche?
Für mich ganz klar! Wasserflasche!

Wasser sollten Ratten über Nippelflaschen bekommen und keinesfalls aus Schüsseln oder Tellern, da sie das Wasser verschütten oder verschmutzen könnten. Wichtig ist, dass man die Nippeltränke vollständig mit Wasser füllt, denn nur so kann sich ein Vakuum bilden, das verhindert, dass das Wasser ständig heraustropft. Außerdem sollte man, nachdem man die Flasche ca. 10 cm vom Boden angebracht hat ein Mal richtig quetschen, bis ein Tropfen Wasser herausspritzt (sofern das möglich ist, einige Flaschen lassen sich nicht quetschen). So verhindert man, dass sich noch Luft im Röhrchen befindet.
Bei den Bastelanleitungen findet ihr eine Anleitung, wie man einfache Drahthalter für Nippelflaschen herstellt.

Mit Nippelflaschen sollte man nicht sparen. Ich hänge immer 3-4 Flaschen an den Käfig. Zusätzlich kann es nicht schaden, ein paar Ersatzflaschen zu haben. Mir haben schon manche Ratten einige Flaschen kaputt gemacht, weil sie meinten, sie müssten beim Auslauf auf den Flaschen herumturnen. Wenn die dann ein Mal zu Boden fallen, sind sie meist kaputt, weil das Mundstück abbricht. Für alte und Ratten mit einer Hinterhandslähmung, denen es schwer fällt ihr Köpfchen zu heben oder Männchen zu machen, kann man auch kleine Näpfchen aus der Vogelabteilung am Käfig anbringen, das kommt dem natürlichen Trinkverhalten der Ratten näher. Ebenso macht das natürlich nicht so viel Krach, als wenn die Ratten an der Nippelflasche saufen.

Die Flaschen müssen so hoch angebracht werden, dass die Ratten nicht ihren Hals verränken müssen, um zu trinken. Ebenso sollten sich Ratten zumindest das Wasser nicht erarbeiten müssen. Wasser sollte nicht in Schalen angeboten werden, da Ratten diesbezüglich etwas dumm sind und natürlich auch mal durchlatschen und sich das Fell nass machen. Im Endeffekt hat man dann einen Haufen nasser Ratten, einen noch schlimmer müffelnden Käfig und nasse Käfigeinrichtung. Die Gefahr der Schimmelbildung ist höher und ebenso können die Ratten leichter erkranken, wenn sie in extrem feuchter Umgebung leben oder selbst ständig feuchtes oder nasses Fell haben.

 



Rattengift
Was ihr NIEMALS füttern dürft erfahrt ihr hier!

Schokolade/Süßigkeiten/Chips/Kekse: Nichts für Ratten. Schokolade verursacht Karies, macht fett und verdirbt den Magen. Studien haben ergeben, dass Schokolade giftig für Ratten ist! Lest mehr dazu hier: KLICK MICH

Zitrusfrüchte: Schlecht für den empfindlichen Rattendarm. Säure kann in den Augen brennen.

Kohlarten: bitte keine Kohlarten füttern. Sie blähen, den Ratten wird schlecht, sie können nicht erbrechen und u.U. können sie daran sterben. Einige Kohlarten sind zwar angeblich verträglich (siehe DieBrain), aber im Zweifelsfall lieber weglassen.

Alkohol: Es ist nicht lustig seiner Ratte Alkohol zu geben und dann abzuwarten, wie sie darauf reagiert. Sowas würde nur ein richtiger Asi machen.

Zu viele Leckerlis: Viele Leckerlis sind zuckerhaltig, machen dick und schaden den Zähnen. Daher sollten sie nur selten verfüttert werden, also nur als Belohnung.

Keine Essensreste vom Teller füttern!
Diese sind meist salzig oder stark gewürzt! Keine Wurst, rohe Eier oder rohes Fleisch!

Bitte keine Salzlecksteine in den Käfig hängen! Ratten beziehen ausreichend Mineralien über ihre Ernährung. Salzlecksteine können für Ratten sogar sehr gefährlich werden, da es zu einer Salzüberversorgung kommen kann und somit starke Nierenprobleme verursacht werden können. Als ich zu Beginn meiner Rattenhaltung noch nicht wusste, dass Salzlecksteine für Ratten ungeeignet sich und ich der Meinung war, ich würde den Ratten damit einen Gefallen tun, in dem ich ihnen solch einen Stein im Käfig befestigte, stellte ich fest, dass die Ratten ohnehin nicht an den Salzleckstein gingen und ihn nur zum Turnen und als Kletterhilfe benutzten und dabei wurde aus dem Salzleckstein ein Urinstein ;-)

Eine zusätzliche Vitamingabe durch im Handel erhältliche Präparate ist bei einer artgerechten Ernährung unnötig, da eine Vitaminüberversorgung durchaus auch krank machen kann. Man erreicht also genau das Gegenteil. Ratten sind in der Lage selbst Vitamine herzustellen! Vitamintropfen die ins Wasser gegeben werden und lassen das Wasser gerade im Sommer schnell "umkippen", d.h. Bakterien können sich viel schneller ausbreiten. Das Wasser wird schneller "ranzig". Meine Ratten bekommen nur nach tierärztlichen Anweisung Vitaminpräparate (z.B. bei einer HHL o.Ä.).

 

Fleisch und Insekten

Tierische Eiweiße:
Ratten brauchen tierische Eiweiße. Aber auch hier gilt, weniger ist oft mehr, da diese Eiweiße schwerwiegende Gesundheitsschäden hervorrufen können.
Alle paar Tage oder Wochen kann man den Ratten ein Stückchen milden Käse anbieten (ohne Schimmelrand!) oder ein hartgekochtes Ei. Ab und zu mische ich etwas zuckerfreien Naturjoghurt unter das Frischfutter. Einige Rattenhalter verfüttern auch mal gegarten Hackfleisch oder Hühnchenfleisch. Mach' ich aber nicht.
I.d.R. sind im guten Rattenfutter ausreichend tierische Eiweiße vorhanden.
Ratten haben übrigens beim Eierfressen einen riesen Spaß! Schaut mal bei den Rattenspielen vorbei ;-)

Mit Fleisch sollte man sehr sehr sparsam umgehen, selten mal ein bisschen (!!!) gegartes Geflügel oder Fisch kann man geben - muss es aber nicht. Keinesfalls roh anbieten - > Salmonellen! Manchmal kann Leberwurst ganz hilfreich sein, um ungeliebte Medizin geschickt zu verpacken ;-) Aber wie gesagt, das sollte die absolute Ausnahme bleiben! Tierische Eiweiße sind schon wichtig, aber weniger ist oft mehr, da diese Eiweiße schwerwiegende Gesundheitsschäden hervorrufen können. Alle paar Tage kann man den Ratten ein Stückchen milden Käse anbieten (ohne Schimmelrand!) oder ein hartgekochtes Ei. Ab und zu mische ich etwas zuckerfreien Naturjoghurt unter das Frischfutter. Einige Rattenhalter verfüttern auch mal gegarten, ungewürztes Hack- oder Hühnchenfleisch. Mach' ich aber nicht.
Ich habe oft gelesen, dass manche Rattenhalter auch Insekten an ihre Ratten verfüttern. Mehlwürmer können selten verfüttert werden, aber das kostet natürlich etwas Überwindung, da die Mehlwürmer doch recht eklig sind. Außerdem sind sie so fetthaltig, dass man sie höchstens ein Mal im Monat verfüttern sollte. Mach ich persönlich nie.

Lebendfutter

Ich habe oft gelesen, dass manche Rattenhalter Insekten an ihre Ratten verfüttern. Mehlwürmer können selten verfüttert werden. Diese sind allerdings sehr fettreich. Habe ich noch nie Insekten an meine Ratten verfüttert, werde es auch nie tun. Dazu kommt noch, dass die im Zooladen erhältlichen Insekten absolut nährstoffrei sind. Bei Reptilien muss man daher die Insekten vorher mit Nährstoffen anreichern. Es ist also nicht zu empfehlen, Insekten aus der Zoohandlung an seine Ratten zu verfüttern. Also bevor ich meinen Ratten diese ekelhaften nährstofffreien Insekten aus der Zoohandlung verfüttern würde, würde ich eher noch einen Pappkarton in Fett tränken und es verfüttern, das ist die sparsamere Methode und hat den gleichen Effekt (Ich hoffe, ihr habt die Ironie im letzten Satz rausgehört!) Nicht ohne Grund haben erfahrene Reptilienhalter ihre eigene Futtertierzuchten, weil die Insekten aus den Zooläden meist schon halb tot sind.

Weiterführender Link:
diebrain



Leckerlis
Leckerlis gehören nicht zur artgerechten Ernährung! Das ist uns allen bewusst. Auch Menschen sollen sich nicht nur von Kuchen und Schokolade ernähren. Aber ab und zu will man seine Ratten ja auch mal ein wenig verwöhnen oder sie belohnen. Bitte alles in Maßen und nur sehr selten füttern! Man kann seine Ratten genauso gut mit gesünderen Leckerlis verwöhnen (siehe Obst und Gemüse). Zu viele Leckerlis machen die Ratten fett und krank und euren Geldbeutel unnötiger Weise leer ;-) Bitte bedenkt: wenn ihr erst gar nicht anfang Leckerlis zu füttern, werden die Ratten es auch nicht vermissen!

Joghurttaler sind zuckerfreie Leckerlis. Daher sind sie nicht ganz so schädlich für die Zähne und machen nicht so dick. Allerdings mögen sie meine Ratten nicht ganz so sehr wie z.B. die zuckerreichen Happy Drops. Leider sind diese Joghurttaler auch etwas teuer. Diese gibt es hier.

Happy Drops scheinen die "perfekte" Größe zu haben, aber das neigt auch dazu, dass man mehr davon verfüttert als es der Ratte gut tut. Prinzipiell rate ich ohnehin kein Vitakraft-Zeug zu verfüttern.

Bananenchips sind ebenfalls richtige Dickmacher! Rattenfutter, in dem von vornerein Bananenchips drin sind, würde ich nicht kaufen. Im Übrigen sind Bananenchips mit Honig überzogen, was den Zähnen und der Figur schadet. Meine Ratten mögen die gar nicht so sehr wie man meinen könnte. Zuma schleckte Bananenchips meistens nur ab und ließ sie dann in einer Ecke liegen. Im Gegensatz zu meinen Jungs, die diese Chips richtig mögen. Bananenchips gibt es bei mir äußerst selten. Die sind mir auch viel zu teuer.

Gimpet und Nagermalt
Sowohl die Katzenmutlivitaminpaste als auch das Nager-Malt sind sehr verdauungsfördernd. Sie dienen vor allem dazu, dass wegen der Fellpflege verschluckte Haare leichter ausgeschieden werden können. Ratten lieben diese Pasten, die m.E. fürchterlich stinken. Sie stürzen sich regelrecht auf dieses matschige Zeug aus der Tube. Entweder sie schlecken es direkt von Frauchens Finger ab oder grabschen gleich nach der Tube! Ein Mal habe ich aus Versehen, eine Nagermalttube liegen gelassen und meine Ratten haben sie unbemerkt in den Käfig verfrachtet. Am nächsten Tag fand ich nur noch Alu-Fetzen im Käfig liegen. Von der Paste keine Spur! Weil die Ratten eben diese Pasten so sehr lieben, eignen sie sich hervorragend, um Medikamente unterzumischen. Bitte bedenkt, dass diese Pasten fast nur aus Fett und Balaststoffen bestehen, daher sollte man den Ratten nicht mehr als 1-2 cm aus der Tube geben. Nagermalt ist prima zum Aufpeppeln kranker und alter Tiere.

 

Ratten: Ernährung - Rezepte
Selbst backen statt teuer kaufen!

Schaut doch mal auf folgenden Seiten vorbei. Dort findet ihr interessante Rezepte rund ums Backen für Ratten.
Rattenreich
reikispirit
meerschweinchenland
rattenmania
rattenwelt
crackmack
rattz
rennmaeuse.info


Rattenfutter selbst mischen?

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Möglich, ja. Aber da ich mich da nicht auskenne, verweise ich zur Selbstrecherche einfach mal auf folgende Seiten:
schlarattenland.de
schlarattenland.de