HALTUNG

Wände vor Nageangriffen schützen!

Themenüberblick
Pfeil Urinspritzer und Urinspuren an den Wänden
Pfeil Löcher in den Wänden
Pfeil Wände schützen

Ich wurde schon einige Male hingestellt, als jemand, der es damit übertreibt, die Nachteile der Rattenhaltung so "extrem darzustellen". Naja, Bilder können aber nicht lügen, oder? Und um Fotomontagen handelt es sich auch nicht ;)

Es gibt zwei Sachen, die bei Ratten einfach völlig extrem sind und die m. E. sogar von Rattenliebhabern gerne verharmlost werden, weil sie die Ratte als Haustier in ein zu negatives Licht rücken: und das ist die Zerstörungswut (insbesondere von weiblichen Ratten) und das Markieren bzw. Urinieren.

Aber wie sagte Franz Josef Strauß einst mal so treffend: "Selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden Eisbären nicht zu Himbeeren."

Folgende Bilder mögen euch ein wenig schockieren ;)

Aber es ist nun mal etwas, das mit der Rattenhaltung verbunden ist. Man muss die Umgebung den Ratten anpassen und nicht umgekehrt!! Wenn man nicht wünscht, dass etwas von den Ratten beschmutzt oder zerstört wird, muss man es vor den Ratten schützen! Und das erreicht man nur, indem man von Anfang an Vorkehrungen vornimmt. Mir war das oft egal, dass die Ratten die Wände ruiniert hatten, zumindest als ich noch in der Wohnung gelebt hatte. Im Haus wollte ich die Wände jedoch vor den Nageangriffen schützen, was mir leider nur teilweise gelungen ist, wie ihr sehen werdet.

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Ich hatte hier eine Art Tisch stehen, auf dem die Ratten turnen konnten. Von dort aus konnten sie einwandfrei auch an Stellen gelangen, die ich nicht vorher geschützt hatte! Wie ihr seht ist gleich unten drunter ein Elektrokasten mit vielen Kabeln. Hätte ins Auge gehen können! Es wäre nicht das erste Mal, dass Nagerfraß einen Hausbrand verursacht. Das Loch, das ihr hier sehen könnt entstand in einer einzigen Nacht. Ich vermute, dass meine agile Rattendame Jeannie mal wieder rauswollte, und da sie es ja nicht durch die Tür (zwei Bilder weiter unten)geschafft hat, hat sie's halt durch die Wand versucht. Wir ließen in dem Haus eine Gasheizung einbauen. Dazu mussten wir Schlitze in die Wände klopfen. Dort wurden die Gasrohre angebracht und später wurde alles wieder verputzt. In einem Rattenzimmer hielt das nicht lange. Meine Weiber knabberten die Stelle wieder auf und rissen die Isolierung der Heizungsrohre ab. Hat ihnen Spaß gemacht. Ich merkte das jedoch sehr spät, weil davor ein Katzenhaus stand. Niemals hätte ich vermutet, dass es dort eine Ratte hinschafft. Jeannie quetschte sich hinter (!) das Katzenhaus UND die Verglasungsfolie!
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An dieser Stelle stand mein Unidom. Der ist hinten komplett aus Blech, also hielt ich es absolut nicht für nötig, die Wände zu schützen. Rattenrurin kann schließlich nicht durch Blech, oder? Eben doch, wie ihr seht! Wo wir wieder bei Jeannie wären. Nur zwei Mal habe ich sie inflagranti dabei erwischt, wie sie auf dem Unidom saß und sich zwischen Wand und Unidom hoch und runter quetschte, und zwar mit Leichtigkeit! An den Urinspuren an der Wand sieht man sogar, welchen "Weg" sie am liebsten genommen hat. Interessant ist, dass der untere Teil recht sauer zu sein scheint, nämlich dort, wo ich die Verglasungsfolie angebracht hatte!
Die Türe wurde auch angeknabbert, da wollte wohl dringend jemand raus! Ich tippe auf --- wen? Jeannie!
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Und so sah übrigens die Wand in der Wohnung vor unserem Auszug aus! Schockiert? Ich auch, weil ich die Wand etwa 2 Monate vorher neu taperiert hatte und die Löcher zugegipst ;)

Bevor wir ausgezogen sind, haben wir natürlich nochmal alle Löcher zugemacht und das Zimmer tapeziert. In diesem Zustand hätten wir niemals die Wohnung überlassen können.

Und ich bin kein Asi! Kein Idiot, der seine Tiere vernachlässigt hat. Nein, ich war einfach Rattenhalterin, die ihre eigenen Sachen nicht gut genug vor den Ratten geschützt hat!

Den Ratten mache ich keine Vorwürfe ;)

Wollt ihr mal sehen, wie das funktioniert? Wie Ratten wirklich überall hinkommen, wenn sie nur wollen?

Kletterkünstler