HALTUNG


INFOS RUND UM DEN KÄFIG


 


Grundsätzliches zum Rattenkäfig

  • Geeignet sind große Vogel- und Nagervolieren, Chinchilla-, Frettchen- und Hörnchenkäfige und selbstgebaute Käfige mit den erforderlichen Käfigmindestmaßen.

  • Ratten wollen im Käfig klettern, sich bewegen, aufrecht stechen und laufen können.

  • Wie die Einrichtung auszusehen hat und was ihr dabei zu beachten habt, erfahrt ihr hier/Käfigzubehör.

  • Die Käfiggitter dürfen maximal einen Abstand von 1,5 cm haben, da junge Ratten leicht ausbüchsen könnten.

  • Die meisten Käfige, die in Zoofachgeschäften angeboten werden eignen sich nicht einmal für die Tiere, für die sie bestimmt sind!! Es ist eine absoluteFrechheit, was heutzutage so als Hörnchen-, Kaninchen-, Meerschweinchen-, Hamster- oder Rattenkäfig angeboten wird!! Also lasst euch bitte keinen Schrott von irgendwelchen inkompetenten oder verkaufsgeilen Verkaufsberatern andrehen! Unten auf der Seite könnt ihr einige Beispiele für gute Rattenkäfige anklicken.

  • Aquarien und Terrarien eignen sich auf keinen Fall als Rattenkäfige (Erklärung unten)!!

  • Der Käfig darf nicht vor einem Fenster positioniert werden! Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung zu hoch, die Ratten können an einem Hitzeschlag sterben.

  • Ratten dürfen keiner Zugluft ausgesetzt werden! Am Fenster ist es oft zu hell. Ebenso darf er nicht vor einem Heizkörper oder Elektrogeräten (Fernseher/Stereoanlage) stehen.

  • Die Raumtemperatur sollte so ca. 20 Grad betragen und absolut rauchfre i sein. Ratten leiden ohnehin schon sehr oft an Atemwegserkrankungen.

  • Manche Gitterkäfige haben Gitterböden. Ratten dürfen allerings auf keinen Fall ständig auf Gitterstäben gehalten werden! Das tut ihren Füßen weh und fördert darüber hinaus den Bumblefoot.

  • Da Ratten u.U. öfter mal am Gitter nagen, wenn sie heraus gelassen werden wollen, sollten die Käfiggitter auf keinen Fall Plastikummantelt sein! Bitte kauft nur Käfige, deren Gitter verzinkt sind. Darüber hinaus hat man noch den Nachteil, dass man die Ratten im Käfig schlecht beobachten kann, weil weiß das Licht reflektiert. Wenn ihr also die Qual der Wahl habt, dann wählt den Käfig mit den dunklen Gitterstäben.

  • Berechnet selbst die Anzahl der Ratten, die in euren Käfig "passen", aber benutzt den Kalkulator weise!

  • Der VdRD empfiehlt:
    > 3-4 Ratten (Käfiggröße: 120 cm x 70 cm x 50 cm)
    > 5-8 Ratten (Käfiggröße: 120 cm x 100 cm x 50 cm)
    > 9-15 Ratten (Käfiggröße: 180 cm x 70 cm x 50 cm)

  • Eine wundervoll abwechslungsreiche Käfiggalerie findet ihr bei der Rattenwelt. Lasst euch inspirieren.








 

Kauft artgerechtes Zubehör bei

Nager  



Allgemeine Hinweise und Tipps:

Achtet vor allem darauf, dass die Bretter, die ihr zuschneiden lasst bereits beschichtet sind! Wenn nicht, dann müsst ihr dafür sorgen, dass die Bretter "urin-saug-sicher" sind. Tut ihr das nicht, dann wird der Käfig innerhalb wenige Tage fürchterlich anfangen zu stinken, weil ihr den Urin nicht einfach wegwischen könnt. Daher müsst ihr die Ebenen versiegeln. Mehrere Möglichkeiten gibt es hier:

  • Die Ebenen mit Acryllack lackieren.
  • Die Ebenen mit Klebefolie (z.B. für Schubladen) bekleben und bei Bedarf austauschen. Diese wird aber oft angeknabbert und/oder abgerissen
  • Den Käfiginnenraum fliesen! (Achtung: Fliesenkleber muss ungiftig sein, Fliesen sind sehr schwer)
  • Die Ebenen mit Kunststoffkotwannen (hier) auslegen. Diese können ganz einfach entnommen, entleert und gesäubert werden.
  • Durchgehende Ebenen mit PVC auslegen
  • Pflegeleichte Plastikebenen kaufen

Nager, Frettchen- oder Vogelvolieren mit großen Öffnungen
Diese sind allerdings Geschmackssache. Wegen den Urinspritzern finde ich diese Käfige nicht besonders gut, allerdings kann man hier natürlich hervorragend Spielzeug und Einrichtung anbringen. Was ich persönlich auch nicht so toll finde ist die Tatsache, dass Volieren von allen Seiten offen sind. Außerdem sind sie sehr teuer. Volieren sind mit Sicherheit prima Rattenzuhause, die ich persönlich halt nicht mag, so wie ich im Allgemeinen Gitterkäfige nicht mag. Ich habe mittlerweile auch eine Voli - Erklärung unten.
Volieren für Vögel und auch speziell für Nager findet ihr z.B. bei:
volieren
mczoo
zoo-hoefler
ebay
unidom

 





Was ist mit Terrarien oder Aquarien?

Die Haltung von Ratten in Terrarien und insbesondere von Aquarien ist m.E. abzuraten. In diesen Glaskästen ist nur eine unzureichende Sauerstoffversorgung möglich. Im Gegensatz zu Aquarien (aufgrund der schlechten Luftzirkulation generell abzuraten) haben Terrarien i.d.R. zwei Belüftungen eingebaut, nämlich vorne unten und oben an der Rückseite. Durch diese Belüftungsöffnungen entsteht ein Sog, der die warme Luft nach oben entweichen lässt. Im unteren Teil widerum, dringt Frischluft wieder ein. Das Problem der meisten Terrarien ist, dass sie meist nicht die nötigen für die Rattenhaltung nötigen Formate haben, also eine Mindesthöhe von 80cm, ein Tiefe von mind. 50 usw., und wenn sie die Formate aufweisen, sind Terrarien sehr teuer. Außerdem klettern Ratten zu gerne an den Gittern, was sie bei einer Glasfront nicht tun können. Sie müssen sich also darauf verlassen, dass ihre Besitzer das Terra kletterfreudig einrichten, was recht schwierig ist, wenn man keinerlei Hängematten usw. anbringen kann. Also, wer das Geld hat, sich so ein großes Terra leisten zu können, der muss darauf achten, dass die Luftzirkulation gewährleistet ist, dass das Terra groß genug ist, dass Klettermöglichkeiten vorhanden sind und dass das Terra nicht gerade vorm Fenster steht, wo es sich richtig schön aufheizen kann. Wer kleinere Aquarien oder Terrarien hat, kann diese ruhig als Käfigerweiterung verwenden, aber nicht als Hauptkäfig.

 




Grundsätzliches Problem aller Gitterkäfige
Ein grundsätzliches Problem, das mich persönlich bei Gitterkäfigen ganz gewaltig stört ist, dass die Gitter relativ umständlich zu putzen sind und dass der ganze Dreck, der von den Ratten produziert wird in alle Himmelsrichtungen verteilt wird. Am schlimmsten nerven mich die Urinspritzer, die an der Wand, vor der der Käfig steht, hinterlassen werden. Abhilfe kann man schaffen, indem man einfach z.B. eine Hartfaserplatte o.Ä. hinter den Käfig stellt. Aber früher oder später fängt das Zeug an fürchterlich zu stinken. Auch hier gilt, eine Mindesthöhe von 80 cm und Tiefe von 50 cm. Außerdem haben die meisten Gitterkäfige viel zu kleine Öffnungen, das Putzen wird zur reinsten Qual. Zusätzlich muss nachträglich genug Lauffläche eingebaut werden. Tatsache ist, dass die Gitterkäfige einfach viel zu teuer sind. In manchen Käfigen Marke Eigenbau oder in ungebauten Schränken fühlen sich die Ratten viel wohler und als Herrchen kommt man auch noch billiger davon. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Ich mag Gitterkäfige einfach nicht. Wie schon oben erwähnt: die Gitter sollten nicht Plastikummantelt sein! Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Ratten lieber Käfige aufsuchen, die von mehreren Seiten geschlossen sind. Eine Zeit lang habe ich sämtliche Käfige, die ich habe zusammengestellt, und niemals hielten sich irgendwelche Ratten in den liebevoll eingerichteten Chinchillakäfig auf, sondern nur im Eigenbau oder im Unidom. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt prima Nagervolieren, die sehr geeignet sind und toll aussehen. Ich persönlich mag Gitterkäfige einfach nicht so. Dennoch habe ich mir eine Voliere zugelegt, die ihr weiter unten sehen könnt.

 




Wie groß muss der Käfig sein?

Ist man sich nicht sicher, wie viele Ratten man in einem Käfig leben lassen kann, kann man dies berechnen. Dafür gibt es verschiedene Kalkulatoren. Dort müsst ihr die Käfigmaße eingeben und der Calculator ermittelt dann, die Anzahl der Ratten, die in dem Käfig leben kann. Dabei handelt es sich allerdings nur um Richtlinien!

wohnraum für nagetiere - mindestgrösse.de  

www.cagecalc.de Hier werden die Käfiggröße, aber auch die Anzahl von (unterschiedlich großen) Laufflächen berücksichtigt.

Bei Fancy Rats (englisch) findet ihr noch einen Cagecalculator.

Den Nosecalculator findet ihr bei Ratside dort werden aber nicht die Ebenen einbezogen und man geht lediglich von der Literzahl des Käfigs aus. Gut wenn man "Flugratten" hat ;-)

Der VdRD empfiehlt:

  • 3-4 Ratten (Käfiggröße: 120 cm x 70 cm x 50 cm)
  • 5-8 Ratten (Käfiggröße: 120 cm x 100 cm x 50 cm)
  • 9-15 Ratten (Käfiggröße: 180 cm x 70 cm x 50 cm)

Der Grundsatz "je größer, desto besser" gilt für Ratten. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass größere Käfige auch mehr Arbeit bedeuten. In einem vernachlässigten Käfig, werden die Raten schnell krank. Ist es daher wirklich sinnvoll riesige Käfige zu haben, die nicht regelmäßig gesäubert werden können? Fühlen sich drei Ratten in einem Aneboda weniger wohl als in drei zusammengestellten Unidomen?

Bitte beachtet: Selbst wenn man einen riesen großen Käfig hat und es sind nur 2 oder 3 Zankäpfel im Rudel, dann bringt auch ein noch so großer Käfig nichts. Außerdem berücksichtigen diese Rechner nicht das Alter der Ratten, das Geschlecht, den Charakter, Krankheiten, Dominazverhalten usw. Der NoseCalculator z.B. geht nur von der Literzahl aus, aber ihr habt schließlich keine Flugratten, daher solltet ihr den Nosecalculator (wie die anderen Calculator auch) nicht als das A und O ansehen, sondern nur als nützliche Richtlinie. Lieber weniger Ratten in einen Käfig packen als die empfohlene Höchstanzahl.

Der Käfig sollte so eingerichtet sein, dass ausgewachsene Ratten aufrecht stehen können, sich strecken können, laufen und klettern können. Am besten eignen sich die Calculatoren, die die Laufebenen im Käfig berücksichtigen. Bitte mit Vorsicht genießen und lieber 1-3 Tiere unter der vorgeschlagenen Höchstanzahl von Ratten bleiben.

Oftmals bekommt man in Foren zu lesen: "Aber der Cagecalculator sagt, dass ich darin 30 Ratten halten kann." Bitte schaltet eure Gehirn nicht ab!  





GEFAHREN IM RATTENKÄFIG


Sicherheitsnadeln: Manche befestigen ihre Hängematten immer noch mit Sicherheitsnadeln am Käfig! FALSCH! Tiffy und Fipsy haben gelernt ihren Käfig in Teamarbeit selbst zu öffnen, warum sollten sie dann vor Sicherheitsnadeln Halt machen? Diese gehören nicht in den Käfig, weil sie üble Verletzungen hervorrufen können! Umwickelt den Stoff mit Draht oder macht einfach einen Knoten in den Stoff, den ihr am Käfig befestigen wollt. Oder Benutzt stattdessen Clips und Haken.

Frischfutter: Frisches Obst und Gemüse, das nicht sofort gefressen wurde, muss spätestens nach ein paar Stunden entfernt werden, da es sonst anfängt zu schimmeln.

Laufräder: Spart Euch Euer Geld! Wenn Ihr Freude am Foltern habt, dann reichen auch Streichhölzer oder Küchenmesser! Nein, im Ernst: Laufräder haben nichts -und zwar absolut gar nichts- in einem Rattenkäfig zu suchen. Erstens ist es m. E. eine total stupide Beschäftigung für Tiere, die nur zu wenig Auslauf bekommen (Bei Mäusen und Hamstern sind große Laufräder ein Muss ist, aber bitte nicht bei Ratten!). Zweitens kann sich die Ratte dabei übel verletzen, es kann z.B. der Schwanz gebrochen werden. Drittens kann es zu Wirbelsäulenschäden führen. Die Wirbelsäule der Ratte ist nicht für Laufräder geschaffen. Das gleiche gilt übrigens auch für Laufkugeln bwz. Joggingbälle. In Laufrädern, die aus Gittern bestehen, können sich die Tiere leicht Gliedmaßen einquetschen. Den teuren Flying Saucer Exercise Wheel möchte ich euch nicht vorenthalten, eine Scheibe, auf der die Ratten laufen können, ohne dass sie sich den Rücken verbiegen müssen. Dennoch gönne ich meinen Ratten lieber mehr Auslauf und beschäftige sie, damit sie ihr Körper und Geist anstengen müssen (siehe Spiele ). Der Flying Saucer darf NIEMALS als Ersatz für den Auslauf funktionieren und muss eine freiwilige Beschäftigungsmöglichkeit für die Ratten sein!

Joggingbälle: Joggingbälle sind weder für Ratten noch für andere Kleinsäuger geeignet! Bitte spart euch euer Geld und fangt erst garnicht an, eure Tiere damit zu quälen! Klickt auf folgenden Banner, da steht ausführlich beschrieben, warum dieses Zubehör zurecht als tierschutzwidrig einzustufen ist!

Plastikspielzeug: Der Snacky-Ball (Ball mit Loch, der mit Leckerlis gefüllt wird) aus Kunststoff hat m.E. nichts in einem Nagerkäfig zu suchen. Plastik und Nager, das passt einfach nicht zusammen! Dann doch lieber eine kleine Pappschachtel, knickt Klopapierrollen um, oder nehmt ein kleines Strohkörbchen nehmen. Ist gesünder für den Ratz und für den Geldbeutel.

Food-Ball: Die Kugel ist eigentlich keine schlechte Idee. Ich bin allerdings etwas skeptisch, weil die Ratten, wenn sie auf ihr herum klettern mit dem Fuß oder dem Kopf hängen bleiben könnten.

Scharfkantiges: Darauf achten, dass sich nichts Scharfkantiges im Käfig befindet, an dem sich die Ratzelbande verletzen könnte. Exotenvogelnistkörbe sind sehr beliebte Schlafplätze für Ratten. Allerdings sind die Eingänge oft scharfkantig. Exotennester wurde einfach zu oft angeknabbert, sodass immer wieder spitze Stellen zum Vorschein kamen.

Fehlende Luftzufuhr: Die oberste Etage in meinem Rattenschrank war komplett dunkel. Das hatte ich bei meiner Bauplanungsphase nicht bedacht. Jerry bekam daraufhin extreme Atembeschwerden und außerdem kam mir jedes Mal, wenn ich die Käfigtür öffnete ein Gestank entgegegen, dass es mich immer fast aus den Socken geschmissen hat. Also ließ ich oben im Schrank ein Seitenfenster reinsägen. Es ist immer noch schön dunkel oben für die Rattis und sie haben bessere Luft in ihrem "Schlafzimmer". Jerry hat seit dem keine Atembeschwerden mehr, und die Ratten müffeln auch nicht mehr.

Kletterpartien für alte Ratten: Besonders alte Ratten haben es sich in einem kunterbunt eingerichteten Käfig schwer. Sie können einfach nicht mehr gut klettern, verlieren öfters ihre Balance und sind einfach nicht mehr so kräftig. Den alten Ratten sollte man einen einfachen Auf- und Abstieg im Käfig ermöglichen. Rampen können z.B. mit Teppich versehen werden. Anbringen kann man ihn einfach mit doppelseitigen Klebeband . Der Käfig sollte absolut absturzsicher sein, z.B. in dem man unter Öffnungen Hängematten o.Ä. anbringt.

Topfbandscharniere: Die meisten zu Rattenkäfigen umfunktionierten Kleiderschränke haben sogeannte Topfbandscharniere. Aufgrund ihres komischen Schließmechanismus können sich die Ratten leicht verletzen und evtl. sogar ihre Finger amputieren. Daher habe ich kleine Schächtelchen aus Bastelsperrholz gebastelt, mit denen ich die Scharniere verkleidet habe. Zusätzlich wurden sie mit Klarlack bepinselt, sodass sie jetzt auch noch sicher vor Urinspritzern sind.

Gitterböden: Auf keinem Fall dürfen Ratten auf Gitterböden gehalten werden! Der ständige Druck, der aufgrund der dünnen Gitterstäbe auf die Rattenfüßchen einwirkt, verursacht schlimme Schmerzen und kann die Entstehung von Bumblefeet fördern. Wer seine Tiere, egal welcher Art, auf Gitterstäben hält, ist einfach nur ein absoluter Tierquäler!

Plastikummantelungen bei Gittern: Nager, die aus dem Käfig heraus wollen, um sich die Beine zu vertreten, knabbern oft an den Gitterstäben des Käfiges herum. plastikummantelte Gitter an Käfigen, sind daher eine Gefahr für die Ratten. Darüber hinaus, fangen die Gitter schnell an zu rosten, wenn die schützende Plastikummantelung plötzlich fehlt.

Hamsterspielzeug: Das im Handel angebotene Spielzeug ist teilweise nicht ein Mal für Hamster geeignet und wird unter dem tierschutzwidrigen Zubehör. Wie sollte es dann für Ratten, die um einiges größer sind, gut sein? Ratten brauchen Spielzeug und Käfigzubehör, dass für Meerschweinchen oder Kaninchen geeignet ist. Öffnungen und Röhren müssen für Ratten einen MINDESTdurchmesser von 10cm haben. Die Luftzufuhr in diversen (vor allem Plastik-)Häuschen muss gewährleistet sein.

Käfigdeos: Im Handel gibt es Käfigdeos, die den Geruch verringern sollen. Nun sind die meisten Pulverchen nichts anderes als mit Zitronenduft versetztes Natron. Natron jedoch bewirkt, dass man viel aufstoßen muss. Ratten sind jedoch von Natur aus nicht in der Lage zu rülpsen, was zur Folge hätte, dass es den Ratten richtig schlecht geht, wenn sie das Natron fressen und dadurch Gase im Magen entstehen. Ebenso riecht der Käfig nicht besser in dem man versucht Urin und Kot zu überdecken. Eine Raucherwohnung riecht auch nicht angenehmer, nur wenn man mit Raumerfrischer herumsprüht.

Hamsterwatte: Bitte keine Hamsterwatte anbieten, auch wenn "vollverdaulich" drauf steht. Diese ist gefährlich (übrigens auch für Hamster), denn sie kann sich um die Finger und Krallen der Nager wickeln und die Blutzufuhr abschnüren, was das Absterben der Gliedmaßen zur Folge hätte.

Tierschutzwidriges Zubehör: Hier findet ihr noch mehr zum Thema tierschutzwidriges Zubehör .

 



Der Kaninchen-Käfig / Krankenstation

Das war auch mein erster Rattenkäfig. Darin lebten aber nur Fipsy und Tiffy. Eigentlich ist er absolut ungeeignet für die Rattenhaltung (nebenbei bemerkt: für die Kaninchenhaltung übrigens auch), da er viel zu niedrig ist. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass meine zwei mehrere Stunden Auslauf am Tag hatten und genug Klettermöglichkeiten im Freilauf hatten, so dass meine zwei Süßen immer wieder gerne von alleine zurück in ihren Käfig gegangen sind. Ebenso waren Fipsy und Tiffy samt Käfig ein Weihnachtsgeschenk , weshalb sie zunächst keine andere Wahl hatten, als vorerst in diesem Käfig leben zu müssen. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Käfig nicht ausbruchsicher ist. Tiffy und Fipsy haben sehr schnell gelernt, die Türe einfach aufzudrücken. Ich musste die Türe also nach jedem Schließen zusätzlich mit Draht festzurren oder Karabinerhaken anbringen. Heute dient der Käfig als Krankenkäfig , und für diesen Zweck ist er einwandfrei! Frisch operierte Ratten sollen ohnehin nicht so viel klettern. Neuzugänge landen auch erst ein Mal ein paar Tage in diesem Käfig, damit sie sich an die neue Umgebung und an die neuen Gerüche gewöhnen können. Für diesen Zweck tut es auch ein größerer Hamsterkäfig (nochmal deutlich: ein großer Hamsterkäfig kann kurzzeitig als Krankenkäfig dienen, nicht jedoch als Hauptkäfig!).
Solche Käfige gibt es nahezu in allen Zoofachgeschäften, sind aber relativ teuer (wie übrigens die meisten Käfige). Wie gesagt, solch einen Käfig sollte man allemals als Krankenstation benutzen und auf keinen Fall als Hauptkäfig. Wenn ich meinen Unidom putze landen auch alle Ratten gleichzeitig in diesem Käfig. Für ein paar Minuten ist das nicht schlimm. Sie kennen die Prozedur und bedienen sich am Napf oder warten geduldig in der Hängematte, bis sie wieder raus dürfen. Es ist anzuraten, beim Käfigputzen, die Ratten vorübergehend wo anders einzusperren, da man sonst leicht auf neugierige Ratten treten könnte. Ersatztüren für den Mary gibt's hier: KLICK
Fazit: absolut ungeeignet für die Haltung von Ratten, aber als Krankenkäfig sehr gut brauchbar.



Der Hörnchenkäfig bwz. Chinchillakäfig
Mein Hörnchenkäfig ist ansich nicht schlecht für die Haltung von bis zu drei Ratten (aber absolut ungeeignet für die Tiere, für die er eigentlich bestimmt ist, nämlich Hörnchen und Chinchillas!). 80 cm hoch, 100 cm breit und 50 cm tief. Die Öffnung vorne ist relativ groß und hat einen Verschlussmechanismus, den die Ratten unmöglich öffnen können. Als ich zusätzliche Ebenen angebracht habe, zeigte sich allerdings, dass die eine Öffnung nicht ausreichte, da ich nur mit größter Mühe an die Ebenen putzen konnte. Also fing ich an, mit Hilfe eines Seitenschneiders, Löcher in den Käfig zu knipsen. Aber auch das wurde mir schließlich zu kompliziert. Die rausgeknipsten Löcher kann man übrigens mit Resten von Bodengittern, auf denen die Ratten sowieso nicht laufen sollen, schließen. Oder man hängt einfach ein Vogelbad vor das Loch. Manche Ratten lieben diese Vogelbäder!
Fazit : laut englischem cagecaltulator soll man maximal 3 Ratten darin halten, was ich persönlich schon fast für bedenklich halte. Aber der Chichi ist ein guter Integrationskäfig. Hole ich mir neue Ratten aus der Notfallvermittlung, müssen die erst ein paar Tage in diesem Käfig hausen bis sie in das alte Rudel integriert sind.
Der nosecalc ermittelte: "Berechnungsergebnis: der Käfig hat ein Volumen von 400,0 Litern und eine Fläche von 0,50 Quadratmetern auf insgesamt 1 Etagen. Dieser Käfig bietet für bis zu 2 Ratten ausreichend Platz."

 




Käfigverbindungen

Irgendwann kamen dann immer mehr Ratten dazu und der Chinchillakäfig reichte einfach nicht mehr aus. Ich baute also einen alten Schuhschrank um. Es wurde ein fürchterliches Teil und ist mir total misslungen! Ich hatte nicht das nötige Werkzeug und die Türen konnte man nur in einer bestimmten Reihenfolge öffnen, weil das Ding total fehlkonstruiert war. Ich nannte das Ding mein "Schrankmonster". Heute bin ich froh, dass ich meine ersten Bauversuche an diesem alten Schuhschrank ausprobiert habe. Dieser Schrank war mit nur 30 cm Tiefe absolut ungeeignet , um auch nur eine Ratte darin zu halten! Allerdings war das Schrankmonster auch nicht dafür gedacht, sondern es sollte einfach eine kleine Erweiterung sein. Also verband ich meine zwei bereits vorhandenen Käfige mit meinem Schrankmonster und dabei raus kam dieses fürchterliche Gebilde: Das Schrankmonster habe ich einfach mit einem PVC-Rohr mit dem kleinen Kaninchenkäfig verbunden. Den Kaninchenkäfig und den Chichi-Käfig habe ich nebeneinander gestellt, in beiden Käfigen sind Löcher. Dieses fürchterliche Wirrwarr an Käfigen stand allerdings nur wenige Wochen im Rattenzimmer. Die Putzaktionen waren einfach unzumutbar! In dieser Käfigverbindung, die nur ein paar Wochen da stand, lebten vier Ratten. Vor allem Schüler können sich oft keine teure Voliere oder einen großen Käfig leisten. Für sie wären solche Käfigvergrößerungen eine gute Alternative. Der Nachteil ist eben die Reinigung der Käfige, die oft sehr kompliziert ist. Ich möchte aber auch nochmal betonen, dass das untere Bild links ein absolut ungeeigneter Käfig ist ist. Der blaue Käfig ist mein Krankenkäfig, den weißen Käfig habe ich nur "angebaut", weil er sowieso nutzlos in der Abstellkammer stand und somit habe ich einen weiteren Spielplatz für die Ratten schaffen können.



Käfig Marke Eigenbau
Meine Jungs, Gizmo, Mr. Miagi und Geddy Lee, lebten eine Zeit lang auch in diesem Käfig Marke Eigenbau. Da ich den Käfig nicht in die Höhe bauen konnte, habe ich ihm etwa mehr Tiefe gegebenn, nämlich 70 cm. Der Käfig war 130 cm lang und 80 cm hoch! Dadurch wurde das Putzen allerdings zur Qual, da ich fast in den Käfig kriechen musste, um ihn richtig reinigen zu können. Diese Konstruktion blieb nur so lange stehen, bis meine Jungs ausgewachsen und kastriert waren. Dann konnte ich sie nach abgelaufener Kastrationsfrist endlich zu meinen Rattendamen lassen. Kein schöner Käfig, aber eine Notlösung musste her. Der Käfig flog in den Müll ;-) Wie habe ich ihn gebaut? Ich habe vier Spanplatten zusammengeschraubt. Als Rückenwand habe ich eine Harfasserplatte genommen. Die Türen habe ich ausgesägt und Vorsatzgitter befestigt. Wie ihr seht, hat der Käfig auch Möbelroller unten. Mit Winkeln habe ich zwei alte Bretter innen angeschraubt. Den Käfig von innen lackiert. Damit die Türen nicht aufgingen, habe ich noch zwei kleine Magnete angebracht. Arbeitszeit: 1 Stunde. Die Bretter habe ich ja bereits milimetergenau im Baumarkt zuschneiden lassen, also musste ich diese nur noch zusammenschrauben. Das Lackieren hat natürlich länger gedauert und hat sich über 2 oder 3 Tage hinweggezogen. Als Scharniere habe ich einfache Möbelbänder benutzt.

Der CageCalc hat folgendes Ergebnis ermittelt:

"Berechnungsergebnis: der Käfig hat ein Volumen von 728,0 Litern und eine Fläche von 0,91 Quadratmetern auf insgesamt 1 Etagen. Dieser Käfig bietet für bis zu 3 Ratten ausreichend Platz." (Die zwei kleinen Etagenbretter habe ich jetzt mal nicht eingegeben, sonst wäreen es Platz für 5 Ratten lt. Calculator)

Klickt hier für nützliche Selbstbautipps:
Käfig selbst bauen / Anleitungen und Tipps
Mein Hamsterselbstbau





Schrankkäfig

Ich kam also zu dem Konsens, dass sich zur Rattenhaltung nur die folgenden Käfige eignen:
Mein Schrankkäfig: Höhe: 180 cm / Tiefe: 52 cm / Breite: 90 cm / 5 Ebenen: CageCalc: "Berechnungsergebnis: der Käfig hat ein Volumen von 842,4 Litern und eine Fläche von 2,34 Quadratmetern auf insgesamt 5 Etagen. Dieser Käfig bietet für bis zu 9 Ratten ausreichend Platz."
Umgebaute Kleiderschränke oder Schränke Marke Eigenbau kann man nach Belieben selbst umbauen und einrichten wie man will. Für mich kam ohnehin nichts anderes in Frage, weil mir durch meine Dachschräge nichts weiter übrig blieb, als mir selbst einen Käfig zu bauen. Eine Bauanleitung bekommt ihr von mir nicht, aber dafür ein paar Tipps, die ihr beim Bau eures eigenen Käfiges beachten solltet.
Kleiderschränke können ganz einfach zu einem Rattenkäfig umfunktioniert werden. Ihr müsst einfach z.B. im Baumarkt ein paar Bretter zuschneiden lassen, mit der Stichsäge ein paar Durchgänge für die Ratten reinsägen und die Türe logischerweise auch mit der Stichsäge bearbeiten. Die Scharniere würde ich aus Sicherheitsgründen ebenfalls entweder durch Klavierbandscharniere oder Möbelbänder (Achtung: die Türen werden dabei versetzt!) ersetzen oder mit Sperrholz verkleiden. Mein Schrank hat 33,-€ gekostet, also um einiges billiger als ein Käfig! Im Vergleich: mein Chichi-Käfig hat im Sonderangebot 89,- € gekostet! Bretter kosten auch nicht die Welt, da könnt ihr, je nach dem wie viele Bretter ihr braucht, ob beschichtet oder nicht nochmal so ca. 20,- € dazurechnen. Der Nachteil an meinem Schrank ist, dass ich zwei große Türen hatte. Wenn ich z.B. nur das Futter im Napf tauschen wollte, musste ich eine komplette Schrankseite öffnen. Einige Rattis nutzten dabei die Gelegenheit und büchsten aus. Im Laufe der Zeit hatte sich der Käfig immer mehr verändert. Z.B mussten die PVC-Rohre weichen. Der Schrank bekam einen neuen Anbau. Laut englischem cage calculator hat der Käfig Platz für maximal 13 Ratten. Bei mir lebten aber nie mehr als 8 Ratten drin. Erst als der gelbe Anbau von 52 cm Tiefe, 120 m Länge und 75 cm Höhe dazu kam, ließ ich noch zwei weitere Ratten einziehen. Laut dem englischem cage calculator Platz für weitere 4 Ratten. Lt. Cagecalc "Berechnungsergebnis: der Käfig hat ein Volumen von 468,0 Litern und eine Fläche von 1,22 Quadratmetern auf insgesamt 2 Etagen. Dieser Käfig bietet für bis zu 4 Ratten ausreichend Platz." Wobei ich anmerken muss, dass eine Mindesthöhe von 80 cm bei Käfigen erforderlich ist. Bei meinem Anbau, der ja nur als Erweiterung diente, war das schnurz.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gitter anzubringen. Am meinem Schrank habe ich sogenannte " Vorsatzgitter " angebracht, die eigentlich für die Vogelzucht bestimmt sind, aber sich m.E. auch bestens für den Rattenkäfig eigenen. Diese gibt es in verschiedene Größen. Sie haben Schiebe- und/oder Klapptüren, die leider von den Nasen ruckzuck aufgemacht werden können. Daher muss man die Öffnungen entweder mit Vogelbadehäusern behängen, Karabinerhaken anbringen oder mit Draht sichern. So sieht eine Öffnung bei Vorsatzgittern aus:

Ein weiterer Vorteil der Vorsatzgitter ist ihr Gewicht. Sie sind nicht besonders schwer, so dass sie auch von "billigen Sperrholz" getragen werden können und die Gitter selbst sind verzinkt. Vorsatzgitter bekommt ihr übrigens hier oder hier . Achtet darauf, dass ihr Vorsatzgitter für die "Innenfütterung" kauft. Die "Euro" Version hat sogar eine große Klapptüre, die das Hantieren im Käfig erleichtert.
Alternativen zu Vorsatzgittern sind Gitter aus Regalteilen, die m.E. schwer anzubringen, oft teuer, nicht in den passenden Größen, nicht beschichtet... sind. Ebenso kann man Maschendraht anbringen, den ich ebenfalls nicht gut finde, weil Maschendraht viel zu dünn ist und somit den Ratten beim Klettern die Füßchen abschnürt und sie sind nicht ganz pflegeleicht. Bringt man den Draht von innen an, so muss man die überstehenden Ränder zusätzlich mit Leisten abdecken, da die Verletzungsgefahr sonst zu hoch ist.







Mein Unidom
Unidome sind nun wirlich sehr teuer, aber dafür äußerst pflegeleicht, da sie komplet aus beschichtetem Metall sind und daher ihren Preis wert. Auf Dauer, kam für mich nur noch ein Unidom in Frage.
Die Produktion des Unidoms, wie ich ihn habe, wurde leider eingestellt. Den Uni-Dom gibt es jetzt in einer anderen Ausführung und er nennt sich jetzt "Kaskadendom". Schaut einfach mal auf die Seite des Herstellers. Auf Blacksuns Seite könnt ihr euch den Kaskadendom in seinen Einzelteilen anschauen, und wie er zusammengesetzt wird: blacksuns-fellkugeln.de
Auf der folgenden Seite wird sehr schön mit Bildern gezeigt, wie ein Unidom K3 zusammengesetzt wird und aus welchen Einzelteilen er besteht: www.cagecalc.de/Uni-Dom/

Höhe: 156 cm / Tiefe: 56 cm / Breite: 90 cm / 5 Zwischenebenen. Ergibt laut www.cacecalc.de folgendes Ergebnis: "Berechnungs-Ergebnis: der Käfig hat ein Volumen von 846,7 Litern und eine Fläche von 2,74 Quadratmetern auf insgesamt 6 Etagen. Dieser Käfig bietet für bis zu 9 Ratten ausreichend Platz."

Ich zitiere Unidom: "Die aus 1,5 mm starkem Aluminiumblech gefertigten und gediegen verarbeiteten Module haben die Abmessungen 90 x 56 x 56 cm (LxBxH). Damit erfüllen sie die Richtlinien der TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz), wobei ein Modul bis zu 6, im Notfall bis zu 8 Farbratten beherbergen kann." Also lt. Hersteller wären es 18 Ratten, etwas zu viel würde ich sagen ;-)

Laut englischem cage calculator bietet er Platz für 14 Ratten (also noch weniger als von Unidom empfohlen)
Bloody führt euch durch meinen Unidom

Bloody und das Brötchen - MyVideo



Der Furet XL
Aufgrund eines Rattennotfalles habe ich meinen Chinchillakäfig Chichi 3 einer Bekannten auf unbefristete Zeit ausgeliehen. Da mir nun ein Integrationskäfig fehlt, habe ich mir den Furet XL besorgt. Die Maße betragen 80 x 75 x 86,5 cm. Da ich in der Regel keine "Flugratten" halte, habe ich ein großes beschichtetes Brett eingebaut. Ich habe es von zwei Seiten eingeschraubt. Da das Brett recht schwer ist und mir die Konstruktion doch etwas wackelig erschien, habe ich ein Loch durch das Brett gebohrt und ein Sisalseil (innen mit Draht) durchgezogen und oben befestigt. Der Furet hat den Vorteil, dass man ihn zusammenstecken kann. Die vier gelbe Schienen halten die Gitter zusammen.

Mittlerweile gibt es für den Furet auch Volletagen mit Rampen zu kaufen: KLICK


Meine Voli
Die schönste Voliere ist sie vielleicht nicht, aber dafür eine der günstigsten. Lediglich 99,-€ habe ich für sie bezaht - wenn man bedenkt, dass der kleine Käfig (mit blauer Kotwanne, daneben) genauso viel gekostet hat! Der Nachteil an der Voliere: insgesamt bietet sie wenig Lauffläche. Man sollte sich überlegen, ein oder zwei beschichtete, durchgehende Bretter einzubauen. Die Etagen und Leitern sind aus Gittern was prinzipiell schlecht für Rattenfüße ist, zum einen können die Ratten in den Gittern hängen bleiben und sich die Füßchen verstauchen oder sogar brechen, zum anderen stehen Gitterböden im Verdacht die Entstehung eines Bumblefoots zu begünstigen. Wie ihr sehen könnt, habe ich die Gitteretagen einfach mit dicken Tüchern abgedeckt (Bodentücher). Die Voliere bekommt ihr bei Zoolala . Sie hat die Maße: Höhe 147 cm (Füßchen und ohne Rollen, mit Rollen nochmal ca. 8-9 cm), Länge: ca. 60 cm, Tiefe: ca. 50 cm. Unten befindet sich eine Kotwanne, die sich einfach herausziehen lässt. Dazu gehört ein Bodengitter, das ich allerdings nicht eingebaut habe, vielleicht kann ich dieses später mal für einen Eigenbau gut gebrauchen. Die Etagen und Leitern sind wie gesagt auch aus dem Gitter und einfach eingehängt. Vorne sind übereinander zwei große Türen, die sich nach oben öffnen lassen. Da meine Ratten den Käfig als Spielparadies benutzen sollen, wird die Voli immer offen stehen. Die untere Türe habe ich mit einer Kette und Karabinerhaken festgemacht, so dass sie immer offen steht. Die praktischen Rollen habe ich leider weglassen müssen, da die Voli sonst nicht unter die Dachschräge gepasst hätte. So wie sie jetzt steht, passt sie milimetergenau!
In erster Linie ist die Voli wie gesagt einfach als kleines Kletterparadies für meine Ratten gedacht. Natürlich sollen hier aber auch zukünftige Ratten, die neu zu integrieren sind vorerst in dieser Voli ihr Zuhause finden.

Laut Rat-Side Nose-Calculator kann ich darin 3 Ratten halten. Mehr würde ich da tatsächlich auch nicht darin leben lassen. In den nächsten Tagen werde ich den Käfig noch etwas umgestalten und zusätzliche Ebenen einbauen.


 

 

Die Käfigreinigung - wichtig - wichtig -wichtig
Oft bekomme ich den Hilferuf "Meine Ratten stinken - was kann ich tun?" Ganz einfach: penibel auf die Käfighygiene achten, denn Ratten selbst stinken definitiv nicht! Dass Ratten, insbesondere Böcke, einen Eigengeruch haben ist klar. Dieser stinkt aber nicht! Ratten stinken erst, wenn man die Käfigreinigung vernachlässigt oder ein Tier krank ist und sich somit nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu putzen. Verfärbungen im Fell können ein Zeichen für Krankheit sein, denn eine gesunde Ratte widmet sich mehrmals im Tag ausgiebig der Körper- und Fellpflege. Wirkt die Ratte "schmuddelig" lohnt sich ein Gang zum Tierarzt, der die Ursache herausfindet.

Die Käfigreinigung ist extrem wichtig, denn ein vernachlässigter Rattenkäfig stinkt übler als jede Bahnhoftoilette. Der Amoniakgeruch des Urins brennt einem förmlich in den Atemwegen. Darin leben zu müssen, KANN also garnicht gesund sein für die Ratten. Bei einer unzureichenden Luftzirkulation staut sich dieser Amoniak, so dass die Ratten Atemwegsprobleme bekommen.


Muss ich die Ratten auch baden oder sauber machen?
Nein! Nur wenn Ratten alt und krank sind und dies nicht mehr selbst erledigen können. Dann darf man sie auch nicht baden, sondern lediglich mit einem feuchten, warmen Lappen abwischen und vorsichtig trockenreiben. Genauere Infos gibt es hier: Ratten baden - lieber nicht!


Mein verdreckter Käfig

Hier seht ihr ein Bild von meinem Unidom nachdem er ca. 1,5 Wochen nicht geputzt wurde, da ich auf Fortbildungen war und eine Zeit lang immer erst spät abends Heim gekommen bin. Lust auf Käfigputzen hatte ich dann natürlich nicht.

Eigentlich achte ich sehr darauf, dass der Käfig einigermaßen sauber ist, aber ich bin auch nur ein Mensch und habe die Käfighygiene mal schleifen lassen oder auf morgen verschoben ;-) Natürlich rächt sich das IMMER!

Ja, ich muss gestehen, auf dem Bild sieht es fast noch harmlos aus! Tatsächlich sah der Käfig noch schlimmer aus:

  • Festgeklebter Kot auf den Treppen
  • Zeitungspapier am Käfig festgeklebt
  • Die Wände dreckig
  • Überall Futterreste
  • Zeitungspapier wie dumm
  • Klos eigentlich zu "voll"
  • Gestunken hat er ganz bestialisch, so dass ohne Mundschutzmaske garnichts ging!

Wenn ich aber zugebe, dass diesen Dreck nur 4 Ratten gemacht haben, bin ich widerum ganz froh, dass man nicht alles so genau sehen kann ;-) Eigentlich sollte ich mich dafür schämen ;-)

Wie gesagt, das ist bei mir nicht die Regel! Allein schon, weil ich selbst eine Ratten- und Hausstauballergie habe, achte ich auf die Käfighygiene, denn ein vernachlässigter Käfig rächt sich bei mir auf gnadenloseste Weise! Erstens, weil die Wohnung nach Ratten stinkt. Zweitens, weil ich Niesattacken und Atemnot bekomme, was zu drittens führt, dass es mich jedes Mal starke Überwindung kostet den Käfig zu putzen und viertens, weil es einfach viel mehr Arbeit macht, einen vernachlässigten Käfig zu putzen.

Tägliche Grundreinigung:

  • Die Wassersprühflasche und die Küchenpapierrolle stehen immer griffbereit, so dass sich große Verschmutzungen gleich entferne.
  • Futterreste werden mit der Handschaufel und dem Handbesen entfernt.
  • Da ich auf jeder Etage Klos stehen habe, leere ich diese nicht jeden Tag, aber entferne mit einem Löffel die meisten Kötel
  • Zerfetztes und weiches Zeitungspapier wird ausgetauscht
  • Kot, das beim Buddeln aus dem Klo herausgeworfen wurde oder dort hingemacht wurde, wo er nicht hingehört (*schimpf*) wird ebenso entfernt.

Hier seht ihr mein Putzinventar:

  • Die Sprühflasche und das Küchenpapier habe ich immer griffbereit. Damit wische ich täglich die gröbsten Verschmutzungen weg, z.B. große Urin-"Seen"

  • Tritthocker, um den obersten Teil des Käfigs putzen zu können.

  • Mein Käfig ist auf allen Ebenen mit Zeitungspapier ausgelegt (mehrere Schichten + extra Papier zum Zerrupfen, Spielen und Nestbauen).

  • Der Dampfreiniger kommt seltener zum Einsatz, aber es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Dreck man mit Hilfe des Dampfreinigers doch noch aus schwer zugänglichen Ecken herausbekommt.

  • Handschaufel und Besen zum Auskehren des Käfigs von oben nach unten.

  • Mit der Bürste und dem Schwamm löse ich den groben Schmutz.

  • Im Putzeimer habe ich lediglich heißes Wasser, ganz ohne Reinigungsmittel

  • Putzlappen zum Nachwischen.

  • Verschließbare Mülltonne

  • Mundschutz aus Papier, damit ihr den Käfiggestank nicht so abbekomme.

  • Der Besen ist leider nötig, weil der Boden nach der Reinigung sehr verdreckt ist.

  • Handschuhe benutze ich keine, da sie mich einfach bei der Arbeit behindern und stören.



Wie ich vorgehe:

  • Ratten wegsperren: Zuerst sperre ich meine Ratten in einen anderen Käfig, meist in die Voliere, die ich dann vom Unidom abtrenne oder sogar in den kleinen Krankenkäfig. Dort harren sie meist friedlich in einer Hängematte aus, bis der Käfig wieder sauber ist. Die Ratten kennen die Prozedur und nehmen sie gelassen hin. Die Ratten werden zum eigenen Schutz weggesperrt. Ich hatte sie schon im Zimmer herumlaufen lassen, während ich den Käfig putzte. Das Ergebnis war, dass sie ständig versuchten, aus dem Wasserdreckeimer zu saufen, dass sie um meine Füße herumwuselten, dass mich nicht in Ruhe ließen, dass einige versuchten ihren Käfig zu verteidigen usw. Für alle Beteiligten ist es also am Besten, man bringt die Ratten in einem anderen Zimmer oder einem anderen Käfig unter.

  • Käfig komplett leerräumen: Dann räume ich den Käfig komplett aus! Sämtliche Einrichtung landet in einem großen Wäschkorb. Bei der Reinigung falte ich die Zeitungen zusammen und stopfe alles in eine verschließbare große Tonne mit Deckel. Eine große Tüte ist da natürlich drin, die ich sofort nach der Reinigung zuschnüre, damit es nicht so stinkt. Restliche Verschmutzungen kehre ich mit einem Handbesen von oben nach unten. Die Ebenen werden soweit es möglich ist herausgenommen, ebenso werden die Türen ausgehängt. Manche Leute nehmen einen Staubsauger zur Hilfe, damit sie die restlichen Verschmutzungen aus den Ritzen bekommen.

  • Käfig befeuchten: Nachdem ich von oben bis unten alles rausgekehrt habe, nehme ich eine Spritzflasche und befeuchte den Käfig von innen, so dass sich z.B. Kot- und Essensreste leichter entfernen lassen.

  • Einrichtung in Badewanne abschrubben: Dann trage ich den vollen Wäschekorb samt Käfigeinrichtung ins Badezimmer, wo alles unter der Dusche mit heißem Wasser abgeschrubbt wird. Alle paar Käfigreinigungen kommt beim putzen auch mal ein Ardap zum Einsatz. Dieses lasse ich einige Minuten bei weit geöffnetem Fenster einwirken und spüle und schrubbe es später wieder ordentlich mit heißem Wasser ab. Die Einrichtung lasse ich in der Badewanne abtropfen und trocknen. Währenddessen gehe ich wieder zum Käfig.

  • Dreck im Käfig aufwischen: Der Dreck im Käfig ist nun vom Einsprühen aufgeweicht und lässt sich von oben nach unten leicht entfernen. Ich beginne mit den weniger verschmutzen Seitenwänden, dann die Treppen, dann die Ebenen. Der grobe Dreck ist nun weg.

  • Dampfenteneinsatz: Alle paar Monate kommt bei mir auch die Dampfente zum Einsatz, die erstaunlich viel Dreck aus den Ritzen des Käfigs hervorholt und auch Gitter wieder zum Strahlen bringt. Ich kann nur jedem empfehlen sich eine Dampfreinigungsmaschine zu besorgen (aber keinen billigen Klump).

  • Nach- und trockenwischen: Dann wische ich nochmal mit klarem, sauberen Wasser durch und reibe den Käfig so gut es geht mit einem Putztuch oder Küchenpapier trocken.

  • Zeitungspapier: Auf allen Ebenen werden werden nun 2-3 Lagen Zeitungspapier ausgelegt, und ein paar extra Seiten zum Spielen auch.

  • Einrichtung holen: Dann hole ich die Einrichtung aus der Badewanne, was noch nicht ganz trocken ist, wird trockengerieben.

  • Käfig wieder einrichten: Die Einrichtung wandert wieder in den Käfig, die Klos werden neu aufgefüllt.

  • Ratten zurück in den Käfig: Die Ratten ziehen wieder in den Käfig ein und treiben dort wieder ihr Unwesen.

  • Voli wischen: Nebenstehende Voliere ist eigentlich ganz einfach geputzt, da ich da so gut wie keine Einrichtung habe, werden die Ebenen eingesprüht, abgewischt und die unterste, herausnehmbare Kotwanne geleert und ausgewischt. Das dauert 3 Minuten.

  • Meine Allergie: Da das Käfigputzen für mich immer eine Qual ist, putze ich nur mit vorher eingeworfenen Allergietabletten, Mundschutz und weit geöffneten Fenstern. Ich bin gut 1,5 Stunden beschäftigt und muss nach der Käfigreinigung immer den kompletten Boden fegen und nasswischen. Anschließend gehe ich sofort duschen. Zum Käfigputzen habe ich extra alte Klamotten an. Mehr zum Thema Allergie und Ratten hier: KLICK

Welche Reinigungsmittel?
Also ich benutze KEINE Reinigungsmittel aus folgenden Gründen: Reinigungsmittel sind mit Duft- und Farbstoffen und Giften versetzt, die u.U. von den Ratten aufgeleckt werden können, was dazu führen kann, dass die Ratten erkranken. Ebenso empfinden Ratten fremde Düfte als irritierend und störend und versuchen diese mit dem "viel besseren Rattengeruch" zu übertünchen, dh. sie fangen an zu pinkeln wie verrückt.

Manche Rattenhalten schütten ein wenig Natron ins Putzwasser, was ich auch schon probiert habe. M.E. macht es aber keinen Unterschied, ob's drin ist oder nicht. Ich spar mir mein Geld und lass es weg. Was man auf keinen Fall tun sollte ist, Natron ins Streu zu geben. Denn Natron bildet Gase im Magen, Ratten sind aber biologisch nicht in der Lage zu rülpsen, was dazu führt, dass es der Ratte, die Natron frisst, sehr schlecht geht.

In ganz hartnäckigen Fällen habe ich auch schon mal zum Essigreiniger gegriffen. Mittlerweile greife ich in solchen Fällen dann doch lieber zum Dampfreiniger.


Käfigdeos?
Stellt euch folgende Situation vor: Ihr macht zu zweit einen fröhlichen DVD Abend. Ein guter Freund ist eingeladen. Dieser beschwert sich bei euch, dass es komisch riecht. Er packt sein Davidof Cool Water aus und beginnt eure Möbel, euer Bad, euer Bett und eure Küche damit einzusprühen.

So ähnlich geht es den Ratten! WIR empfinden den Geruch teilweise unangenehm, aber für die Ratten ist dieser Geruch toll und lebenswichtig! Denn Ratten sind Nasentiere, die den Geruch für die Kommunikation und Rudelidentifierung benötigen.

Im Handel gibt es Käfigdeos, die den Geruch verringern sollen. Nun sind die meisten Pulverchen nichts anderes als mit Zitronenduft versetztes Natron. Natron jedoch bewirkt, dass man viel aufstoßen muss. Ratten sind jedoch von Natur aus nicht in der Lage zu rülpsen, was zur Folge hätte, dass es den Ratten richtig schlecht geht, wenn sie das Natron fressen und dadurch Gase im Magen entstehen. Ebenso riecht der Käfig nicht besser in dem man versucht Urin und Kot zu überdecken. Eine Raucherwohnung riecht auch nicht angenehmer, nur wenn man mit Raumerfrischer herumsprüht.

Merkt euch:

  • Je mehr künstliche Gerüche im Käfig sind, desto mehr pinkeln und stinken die Ratten!
  • Ratten selbst stinken nicht! Lediglich ihr Urin und der Kot stinken! Wenn man diesen nicht entfernt ist man selbst schuld!

 



Geeignete Rattenkäfige zum Kaufen


Mit den Käfigkalkulatoren könnt ihr ausrechnen, wieviele Ratten in die Käfige passen.

bitiba
Essegi Venezia Super Chinchilla +
Essegi Corner Super Chinchilla +
Voliere 559
Alnudi (herrliche Nagervolis und Zubehör)
zoolala.de (Ferret II)
zoolala.de (Nagervoli Black Three; meine Voli - Beschreibung oben)
zoolala.de/Vogel/COLOR-Voliere
Brio
Miami
Mezzo
Regina Chinchilla
Hotel Bianca
Käfig Gina
Rollkäfig Joy
Rollkäfig Terry

Tolle Käfige mit Plastiketagen
Käfige mit mehreren durchgehenden Plastiketagen

Krankenkäfige:

Folgende Käfige werden als "Rattenkäfige" verkauft. Diese sind nicht für eine dauerhafte Unterbringung geeignet, aber allemals als Notfallkäfig für kranke Ratten. Sie erfüllen nicht die angeforderte Mindestgröße für die dauerhafte Haltung von Ratten.
Living World Big 1
Ted

Hier geht's zu den Eigenbauten, dort findet ihr ein paar nützliche Hinweise, die euch beim Bau eines eigenen Käfigs helfen: Spezialanfertigungen und Eigenbauten