ANSCHAFFUNG

Verlust eines Tieres

Leider gehört der Umgang mit dem Tod der Tiere zum Schicksal jedes Rattenhalters, der Tod und alles was ihn begleitet gehört einfach zur Tierhaltung. Ratten haben eine sehr kurze Lebenserwartung von ca. 2,5 Jahren und oftmals muss der Tod durch Einschläferung herbeigeführt werden, weil sehr viele Ratten an qualvollen Erkrankungen leiden. Allein der Gedanke daran ist sehr schmerzhaft, dennoch muss man sich mit dem Thema befassen. Viele Rattenhalter haben aus diesem Grund die Rattenhaltung aufgegeben, weil sie nicht mehr damit zurechtkamen, immer wieder in kurzen Abständen, ein liebes Tier zu verlieren. Nach dem Tod der geliebten Ratte kommen viele Entscheidungen auf den Halter zu. Soll das Tier dem Tierarzt übergeben werden oder soll es auf einem Tierfriedhof oder im eigenen Garten seine letzte Ruhestätte finden? Ich gehe hier speziell nur auf die Beerdigung von Ratten ein. Ich selbst hebe immer kleine Kartons auf, um darin später meine Ratten begraben zu können. Das klingt vielleicht für manche etwas makaber, aber Ratten sterben nunmal früh und wenn man so viele hat wie ich, stirbt regelmäßig eine und somit bin ich wenigstens auf alles vorbereitet. Es ist nun mal so, dass ich mich von meinen Tieren gerne eine Weile verabschiede und sie dann in den Karton lege und diesen nie wieder aufmache. Man könnte sie natürlich auch nur in Papier oder Stoff einwickeln ... jeder geht eben anders damit um.

Wohin mit meiner toten Ratte?
Meine Ratte war mir stets ein guter Freund und ein Familienmitglied, um das ich mich gekümmert habe, wenn es krank war, das mich jeden Tag zum Lachen gebracht hat, mit dem ich jeden Tag gespielt und gekuschelt habe. Wie könnte ich mein Familienmitglied einfach so wie Müll entsorgen? Die Beerdigung von Haustieren ist in Deutschland nicht ganz unproblematisch, es gibt bestimmte Regeln, die man beachten muss. Wer die Möglichkeit hat, beerdigt sein Tier im eigenen Garten. Theoretisch sind zuvor sind aber einige Ämtergänge nötig, denn: Tiere dürfen nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde im Garten begraben werden, was aus einer EU-Verordnung hervorgeht, die ursprünglich für die Eindämmung von BSE und zur Seuchenvermeidung in Kraft gesetzt wurde. Sie besagt, dass der Besitzer einen formlosen Antrag auf Hausbestattung beim zuständigen Veterinäramt stellen muss.

"Haustiere wie Hunde, Katzen, Kleintiere und Vögel dürfen nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz im Garten begraben werden. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass das Tier nicht an einer meldepflichtigen Tierkrankheit gestorben ist. Zudem müssen einige Vorschriften beachtet werden. Der Garten darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen, und zu öffentlichen Wegen und Plätzen muss ein Abstand von ein bis zwei Metern eingehalten werden. Das tote Tier sollte in ein leicht verrottendes Material - zum Beispiel eine Wolldecke - gewickelt und mit einer Erdschicht von 50 Zentimetern bedeckt werden." Somit kann das Tier in jedem Bundesland bestattet werden - außer in der Hansestadt Bremen. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes und der hohen Siedlungsdichte dürfen dort nur Ziervögel und Kleinnager im Garten beerdigt werden.
Quelle: tierheim-lahr.de

Im Wald vergraben ist verboten

Die Beerdigung von Haustieren im eigenen Garten ist möglich, auf öffentlichen Plätzen jedoch (z.B. im Wald, Park) ist es jedoch strikt verboten . Ein Verstoß gegen diese Bestimmungen ist eine Ordnungswidrigkeit, die bis zu 15.000 € kosten kann. Wer keinen eigenen Garten hat und sein Tier dennoch angemessen beerdigen möchte, kann sich an Tierfriedhöfe wenden, sein Tier beim Tierarzt lassen oder einen Freund, Bekannte oder Verwandte bitten, das Tier im Garten vergraben zu dürfen.

Tiere beim Tierarzt lassen
Meist gegen einen Aufpreis, können eingeschläferte Tiere beim Tierarzt hinterlassen werden. Diese werden in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt, d.h. die Körper werden verbrannt und früher zu Tiermehl und Tierfett weiterverarbeitet. Früher wurde das Tiermehl an andere Tiere verfüttert und das Tierfett in der kosmetischen Industrie weiterverarbeitet. Heute ist dies glücklicherweise verboten und die Asche wird soweit verbrannt, dass keinerlei Reste übrig bleiben. Allerdings ist die Vorstellung ganz grausam, dass das geliebte Tier in einem großen Container mit vielen anderen toten Tieren (Katzen, Hunden, sonstige Kleintiere) landet, womöglich noch zwischen Tupfern und sonstigem Praxismüll....


Tierkrematorien
Immer häufiger gibt es Tierkrematorien. Dort kann man seine verstorbenen Tiere einäschern lassen und in einer Urne mit nach Hause nehmen. Dass dies nicht ganz billig ist dürfte klar sein.
attiba.de
achat-tierbestattung.de
anubis-tierbestattung.de

http://www.vetion.de/gesetze/Gesetzestexte/TierKBG.htm?mainPage=1 (Siehe Paragraph 5!)